eigentlich wollten wir nur einen film kucken. einen aus dem stapel, den uns des liebsten bruder geliehen hat, als wir die neue superduperflachglotze bekommen haben. ich dachte, charlize theron und christina ricci - cool die beiden mag ich. den schauen wir an. der film geht los und die schockstarre gepaart mit entsetzen und ekel mischte sich im laufe des films mit einer faszination und einem unglaublich schmerzlichen mitleid. schon ganz lange habe ich nicht mehr so ein wechselbad der gefühle erlebt innerhalb einer filmlänge wie gerade eben. ich kann nicht sagen, daß noch nie soviel tränen vergossen hab in einem film, denn ich weiß, ich bin nah am wasser gebaut. aber eins kann ich sagen, selten habe ich für jemanden der schuldig ist und unentschuldbare dinge getan hat, wie menschen zu töten, derartiges mitleid empfunden. das schlimmste ist zu wissen, daß das was ich da in seiner ganzen abartigen härte gesehen hab, die wirklichkeit ist. es war kein horror, erfunden um zu schocken. das war die nackte harte wirklichkeit des lebens, wie sie einem menschen leider widerfahren kann. das leben kann so hart und grausam sein, wie es niemand verdient hat und dann wenn du am boden liegst, tritt es dich noch mit füßen. das muß ich erstmal alles verarbeiten….meine fresse, haut mich das aus den latschen…was für eine kranke schei**e. und das i-tüpfelchen ist charlize theron. unfassbar, wie sie diese rolle verkörpert. wie diese schöne frau so häßlich, so gezeichnet, so durch und so krank aussieht und spielt… krass, anders kann ich das gar nicht sagen. dieses entsetzte und doch bewundernde staunen begleitet mich den film hindurch, nur die handlung tritt mir permanent in den allerwertesten. wow, absolut einfach nur geschocktes wow! kein wunder, daß sie dafür oskar, golden globe und noch so einiges mehr dafür bekommen hat…
manchmal - ganz unverhofft - bekommt man eine einladung zu kaffee, die man nicht erwartet. so wars gestern. und dabei staunt man nicht schlecht, was so mancher an heimkino-dolbysurround-superduper-wunderanlage in seinem wohnzimmer stehen hat. und natürlich rein zu vorführungszwecken, legt der gastgeber dann ein film ein und wir tauchen ein, mit pauken und trompeten. wie kino - nur eben zu dritt bei espresso und gemütlichkeit. es dauerte nicht lange und wir waren gefesselt von der düsteren stimmung von underworld - aufstand der lykaner, der aufwendigen geschichte und den fantastischen kostüme dieses film. der dritte teil der underworld-trilogie erzählt, wie bei star wars, der anfang der geschichte, wie alles begann. es handelt davon wie die vampire sich als sklaven lykaner züchten, sie unterdrücken, mißhandeln und quälen. wie der eine, luzian, geboren wird als ein beonderer lykaner mit scharfem verstand und großem gerechtigkeitssinn, wie er sich und die versklavten lykaner aus der unterdrückung befreit und die fesseln der vampire gewaltsam in einem aufstand löst. es erzählt die traurige geschichte einer schwierigen liebe mit tragischem ende, und macht deutlich warum luzian zu einer so gewaltätigen bösartigen kreatur wird, wie man ihn aus teil 1 und teil 2 kennt. großartig düsterer vampirfilm - diesmal mit weniger effekten a la matrix, dafür mehr tragische liebesgeschichte in mittelalterkulisse. blutrünstig und schauriggrau ist er dennoch wie die beiden vorherigen teile. da schlägt das vampirherz höher. schokiprädikat: schaurigschön!
gestern abend war es wieder so weit, fast die gleiche truppe wie beim letzten mal, traf sich zum weibchen-kinoevent sex and the city II. wir 4 ergatterten noch plätze im total ausverkauften kino in ludwigsburg und bewaffnet mit sektlaune, nachos und einer hohen erwartungshaltung ging der film auch schon gleich los, als wir uns in den sitzen niederließen. ich dachte, carry, samantha charlotte und miranda wären schon so weit weg von mir, daß ich mich sicher nicht mehr wiederfinden würde, in diesem neuen streifen. aber pustekuchen, der film ging los, und das SATC-fieber war wieder voll da. einfach herrlich, die kleider, die ladies wie wir sie kennen, mit ihren charakteren, ihren erlebnissen, ihren sprüchen. mir wurde plötzlich klar, wie sehr ich die dienstag abende vermisst hatte! und gleich tauchten wir ein in die puderrosa-dior-welt und lachten, staunten und stöhnten mit dem rest des kinos. ab nach abu dahbi zu paula abdul, sag ich da nur. herrlich bunt und dekadent, raus aus dem alltag hinein in die prinzessinnen welt, die sich jede frau in highheels erträumt. eine unrealistische welt die nur in unserer vorstellung existiert, und uns das echte leben ertragen läßt. mal ehrlich, lauft ihr zuhause top gestylt im kleinen louis vitton- fummel mit louboutins rum? und wer von uns, hat so einen waschbrettbauch wie carry ihn präsentiert, vom essen gehen, cocktails trinken und shoppen gehen? aber darum geht es nicht, es ist das abtauchen in die glamour-welt der carry bradshaw und ihen freudninnen, zurück in die zeit als dienstag abend die welt uns frauen gehörte. es geht darum sich wiederzuerkennen, sich verstanden zu fühlen und es geht um träume, wünsche und sehnsüchte, nicht nur materieller art. um es mal mit samantha’s worten zu sagen: “ich hab die schnauze voll von der wirtschaftskrise, ich will endlich wieder in ein land fahren das reich ist”. und was abu dhabi für die ladies aus SATC war, ist für uns dieser film gewesen. ein ausflug in eine wunderbare glitzerwelt mit teuren kleidern, highheels die sich wie pantoffeln tragen lassen, pillchen die das altern aufhalten und die libido frisch halten, und liza minelli die auf charmante jugendliche weise auf einer schwulenhochzeit “all the single ladies” von beyonce interpretiert wie eine göttin. und ja wir fühlten uns wie jasmin in aladin - nur mit cocktails! als wir zur feier des films, des treffens und des abends einen cosmopolitan auf uns und auf die 4 SATC-Ladies tranken. ach, war das schön! schokiprädikat: ladylike und fabelhaft!
als wir avatar im kino sahen, kam im vorspann die vorschau zu alice im wunderland. bereits da war klar, den muß ich unbedingt sehen. als ich dann erfuhr daß das eine tim burton verfilmung ist, konne ich den kinostart kaum noch abwarten. wir gingen anfang märz los, und schauten uns den neuen film mit johnny depp in 3d an. als der film startete, erinnerte ich mich wieder, wie ich als kind die geschichte fasziniert verschlang und zu meinem erstaunen, hatte ich mir die figuren beim lesen genau so vorgestellt, wie im film umgesetzt. der hutmacher, das weiße kaninchen, die böse königin. herrlich bunt und erheiternd führt tim burton durch die fantastische geschichte, wie alice in den kaninchenbau fällt und in eine fremde welt kommt, und dort auf die eigentümlichsten figuren trifft. nur der teil mit dem monster - das scheint mir eine typisch amerikanische erweiterung zu sein, an die ich mich bei meinen kindlichen lektüren überhaupt nicht erinnern kann. insgesamt fand ich den film sehr schön, bunt und typisch skuril aus der feder von tim burton. auch johnny depp als hutmacher ist genial gelungen. daß die geschichte um den kampf zwischen alice und dem monster erweitert wurde, finde ich schade und unnötig. ebenso dieser heiratsantrag, am anfang des films, von diesem eklig-rothaarigen schnösel, ist eine im buch nicht vorkommende erweiterung der geschichte, die zwar nett gemacht ist, die story aber nicht nötig gehabt hätte. insgesamt bin ich von der gesamtumsetzung begeistert und finde mich als alice im wunderland fan in diesem film gut unterhalten. als 3d spektakel absolut sehenswert, doch von der originalgeschichte stark abweichend, finden sich nur die hauptfiguren 100% wiedergegeben.
wenn ich drüber nachdenke, dann war ich das letzte mal in einem 3D film, als ich aus jux und dollerei mit meine freund t. im legoland in günzburg war - und das, ist ne ganze ecke her. nachdem ich gestern einen meiner eher dunklen tage hatte, als folge einer verkettung unglücklicher umstände, entschlossen wir uns dem tag noch etwas gutes abzuverlangen und noch etwas zu unternehmen. also kino. kino ist immer richtig, erst recht zur ablenkung an einem kalten wintertag mit depressivem mood. also schnappten wir uns unsere bärenfreunde und gingen ins gloria. avatar sollte es werden - in 3D. die ersten 10 minuten dachte ich, die gegenstände die aus der leinwand ragten, spießen mich gleich auf - und die eindrücke überforderten mich eine kleine weile, bis sich das auge an die perspektive gewöhnten. die handlung des streifens ist relativ simpel: die menschen im jahr 2154 wollen die ressourcen auf dem planeten pandora plündern, doch die na’vi, die spezies die dort im einklang mit ihrer welt leben, stehen den plünderern im weg. wissenschaflter und militär haben unterschiedliche ziele auf pandora - die einen wollen die spezies erforschen ihrer einzigartigkeit wegen, das militär um sie im zweifelsfall zu vernichten, wenn sie die ressourcen nicht freiwilllig herausgeben und abziehen. dazwischen steht jake sully - ein querschnittsgelähmter marine, der nur durch den tragischen tod seines bruders an den job im wissenschaftsteam kommt, die na’vis zu erforschen und zu studieren. er erweist sich als fügung und wird einer von ihnen, mitten in einem heranbrechenden krieg der welten. ich weiß nicht ob ich objektiv bin, da ich ein großer fan von solchen fantasy streifen bin. beeindruckt von einem feuerwerk an farben und genialen effekten, gefesselt von der musik und den turbolenten ereignissen, blieb ich über 2,5 stunden im bann dieses films gefangen, ohne eine minute langeweile oder enttäuschung. ähnlich begeistert wie bei herr der ringe, würde ich diesen film morgen gleich nochmal anschauen, trotzdem die geschichte verglichen mit der tolkienverfilmung recht simpel gehalten ist. ach ja - ich hätte so gern auch so einen feuerroten fliegenden drachenvogel wie jake sully!
schokifazit: für animations- und fantasyfans ein absolutes MUSS!
2 teile - 2 unruhige nächte mit wilden verarbeitungsträumen. selbst schuld, aber ich konnte nun wirklich nicht ahnen, daß dieser film mich so mitnimmt. im “baader-meinhof-komplex” wird die geschichte um die RAF-terroristen andreas baader und ulrike meinhof erzählt. gespickt mit dem wenigen, was ich aus der eigenen familie darüber erzählt bekam, die geschichte uns gelehrt hat und was die perle erzählt, der ja als kind wenige 100 meter davon entfernt, wohnte und spielte, wurde das zu einem sehr realem hautnaherlebnis. betrachtet man die umstände, in der die menschen in der brd in dieser nachkriegsphase lebten, kann man fast verstehen, warum sich junge leute zu solch einer widerstandsbewegung gruppiert haben. die unterdrückung die der staat auf die kritische jugend auslebte, die gewalt als polizeistaat und die härte, mit der, der staat auf unbekannte neue situationen reagierte, wie auf studentendemonstrationen, waren brutal und ein spiegel der ohnmächtigkeit und stumpfsinnigkeit der jungen republik. jedoch endet jegliches verständnis für die “revoluzer” ab einem bestimmten punkt, an dem die gewalt und der terror in einer unsagbaren härte ins spiel kommen. gewalt kann niemals die antwort auf gewalt sein. und in diesem mörderischen ausmaß, in dem die raf ihre ziele durchzusetzen versuchte, verhielt sie sich noch mieser, als diejenigen die diese gewalt vormachten. für mich war der film, ob authentisch oder nicht, ein großer augenöffner und ein stück deutscher geschichte, für die ich selbst zu jung war, aber doch sich beeindruckender weise in mein bewußtsein gemeiselt hatte. einiges aus diesen 2 jahrzehnten des raf-terrors wurde für mich klarer und manches puzzelte sich nun vollends zusammen, dessen zusammenhänge ich bis dato noch gar nicht erkannt hatte. ich finde diesen deutschen kinofilm, den die ard anfang der woche in 2 teile ausgestrahlt hatte, absolut sehenswert. hart, so hart wie die realität oft sein kann, aber gut gemacht, mitreissend, glaubhaft und kritischen meinungen zufolge, nahe an der realität.
den gestrigen nachmittag begannen wir mit familienbesuch, danach gönnten wir uns noch ein herbstliches eis in der stuttgarter city und wollten dann, den abend mit kino abschließen. doch zwischen dem eis und der vorstellung von inglorious basterds lag noch eine gute stunde, also spielten wir noch eine runde billiard. ein erfüllter schöner sonntag zu zweit - wunderbar! dann um 20 uhr war es dann so weit - wir schauten uns den neuen streifen von quentin tarantino an. inglorious basterds ist … eigenwillig genial. ein typischer tarantino würde ich sagen. blutig und brutal an einigen stellen, an anderen wieder skuril detailverliebt und trashig, mit einer kuriosen kameraführung und genialen dialogen. die geschichte besteht aus 5 kapiteln: kapitel 1- die vorstellung des judenjägers hans landa (christoph waltz), kapitel2 -vorstellung der basterds - einem haufen verrückten amerikaner die nazis jagen, angeführt von aldo raine (brad pitt), kapitel 3 - die vorstellung des großen kriegshelden und leinwandstar frederick zoller (daniel brühl) und das zusammentreffen mit der jüdin shosanna (melainie laurent), kapitel 4 - das konspirative treffen der basterds mit bridget von hammersmark (diane kruger) und kapitel 5 - das große finale. besonderen mut zur hässlichkeit beweiste brad pitt - doch das wahre highlight in diesem streifen ist für mich christoph waltz, der den hans landa so fantastisch spielt daß er dieser figur einen genial-zynischen charakter verleiht. für mich die absolute krönung, neben dem finalen showdown der shosanna, wie sie in ihrem kino einer meute nazis den garaus macht. ein meisterwerk der besonderen art - gelungen eingereiht in das tarantino-filmregal - mit einer etwas sonderbaren sicht auf die so oft verfilmte naziära. vielleicht nicht jedermanns sache, für mich jedoch absolut sehenswert!
gestern bin ich dank emy, das erste mal im kino am kocher gewesen. ein kleines, aber feines alternatives kino, mit bar und biergarten, in dem ausgewählte filme ausgestrahlt werden. auf dem programm stand milk, der oskarprämierte film mit jean penn über harvey milk, einem bekannten politiker amerikas der in den siebziger jahren eine zentrale rolle in der schwulenbewegung der usa spielte. ein beeindruckender streifen über die einstellung der siebziger jahre gegenüber gleichgeschlechtlicher beziehungen und deren nichtakzeptanz in der gesellschaft. wunderbar inszeniert und “auf alt” getrimmt mit perfekten eingebauten originalbildmaterial gespickt, versetzte ein total überzeugender jean penn mich in die zeit zurück als es in vielen teilen amerikas noch verboten war, eine gleichgeschlechtliche beziehung zu führen und menschen die eine schwule oder lesbische beziehung führten diskriminiert und verfolgt wurden in einem eigentlich einigermaßen liberalem san francisco. er spielte die rolle des milk fantastisch, ich dachte in keinem moment des films, daß wäre nicht 100% echt was ich da sehen. er lebt die rolle, in jeder sekunde. außergewöhnlich gut, vermittelte er mir den spagat des jungen milk wie er noch versuchte heimlich seine neigung vor der öffentlichkeit zu verbergen um nicht verfolgt und misskreditiert zu werden, bis hin zum älterwerdenden milk als engagierter politiker der eine rebellionsbewegung gegen die diskriminierung von schwulen und lesben anführte. völlig ohne schnörkel, verzichtet der regisseur auf jegliches aufbauschen oder übertreiben, und präsentiert beinah perfekt ein ebenbild aller originalpersonen, die sich um die geschichte des milk bewegen. zu tiefst beindruckt und gleichzeitig geschockt über die erkenntnis, daß es “erst” 30 jahre her ist, daß schwule und lesben so diskrimiert wurden, verließ ich diesen film. bei licht betrachtet müssen wir zugeben, daß wir in diesem thema schon viel weiter sind mittlerweile, als noch vor dreißig jahren, doch haben wir, global gesehen, noch verdammt viel zu tun , um in diesem thema von echter gleichbehandlung und wirklicher akzeptanz sprechen zu können. filmfazit: absolut sehenswert! beide daumen hoch!
wenn ich mich daran erinnere, funkeln mir die augen und die lippen beginnen sich zu einem lächeln zu formen, ganz von allein. mein erstes musical war es und es hätte kein besseres geben können, um damit anzufangen, musicals zu besuchen. das weiß ich jetzt, wo ich mittlerweile eine paar gesehen habe. als der film im kino lief, wollte ich ihn unbedingt sehen. aber wie es oft ist, keine zeit, keine begleitung - und schwups waren die vorführungen auch schon wieder vorbei. super gute kritiken - hieß es, hatte er eingefahren. da war ich dann also, bei emy, während des fremdwohnens und da fragt mich die kleine, einfach so, ohne zu ahnen wie ich mich drüber freuen würde, ob wir zusammen mamma mia auf dvd anschauen wollen. welch freude! wir aßen zu abend, machten uns auf dem sofa gemütlich und mit jede menge naschwerk gings auch schon los. herrlich, ruckzuck… war die abbamania wieder da. wir lachten, summten, sangen und hüpften begeisterst zur musik. ich war ganz überrascht, wie sehr mich der film an das musikal erinnerte und wie genau sich das drehbuch ans musical hielt. mir ging das herz auf, geschichte und musik ließen uns 2 stunden lang abtauchen und den alltag vergessen. herrlich schön, herzlich rührend und spaßig temperamentvoll - so würde ich den film beschreiben, wenn ich nur wenige worte zur verfügung hätte. die geschichte ist einfach erzählt: ein junges mädchen, sophie, sie lebt mir ihrem verlobten und ihrer mutter donna auf einer griechischen insel. donna betreibt dort ein kleines hotel und hält sich damit gerade so über wasser. sophie und ihr verlobter wollen heiraten, doch sie hat einen großen wunsch: sie will von ihrem vater, den sie nie kennengelernt hat, zum altar begleitet werden. doch sie weiß nicht wer er ist, bis sie eines tages das tagebuch ihrer mutter findet, und darin hinweise, auf die mögliche identät ihres vater. es kommen genau 3 männer in frage, die ihr vater sein könnten. sie läd sie hinter dem rücken ihrer mutter zur hochzeit ein um rauszufinden, welcher ihr vater sein könnte und löst damit eine reihe unkontrollierter ereignisse aus. total witzig und spannend nehmen die dinge ihren lauf. dabei untermalt die musik von abba die geschichte so fantastisch, daß einem von anfang bis zum ende das glücksgefühl nicht mehr aus dem bauch weicht, und das wippen der extremitäten das sofa erbeben läßt. wunderbare erinnerungen an das musicalerlebnis wurden hier geweckt. danke emy, das war prima!
so der titel des films in den ich mit emy letzte woche ging. wir aßen vorher gemütlich eine kleinigkeit beim mexikaner, hatten getränke und süßes dabei und waren bereit für einen ladies-film-abend zu zweit. ich inspiriert vom kirschle, emy inspiriert von einem freund - ließen uns auf drag me to hell ein, einen horrorstreifen. eigentlich hätte ich es wissen müssen, immer wenn mir jemand einen horror empfiehlt, werd ich enttäuscht. (hallo schwesterherz!
erinnerst dich… hostel?! so ein rotz!!) ich bin immer skeptisch bei horrorfilmen, da sie wie pralinenschachtelnsind. mal sind sie super, mal ganz fürchterlich - und du weißt es leider erst wenn du schon bezahlt hast. der film begann und wir waren wie gebannt und gefesselt, und dann BAMM, die erste schockszene und wir hebten vor schreck fast von den stühlen ab. wie katapulte gingen wir hoch, bei so einigen szenen. *kicher* hier ein kleiner abriss der story: die junge christine, farmerstocher aus armen verhältnissen, arbeitet in der stadt und ist gerade dabei ihre karriere als bänkern auszuweiten. sie buhlt mit einem konkurrenten um den platz des stellvertretenden filialleiters in der bank, in der sie arbeitet. als sie der kreditverlängerung einer zigeunerin nicht nachkommt und diese abwimmelt, um ihren biss und ihr durchsetzungskraft unter beweis zu stellen, belegt diese alte frau sie mit einem fluch. danach nehmen die dinge ihren lauf und nichts ist mehr wie vorher. der dämon der sie heimsucht wütet und quält sie… eigentlich eine gute story, doch insgesamt muß ich sagen, enttäuschte mich der film. die zum teil slapstickartigen schockerszenen, vollkommen übertrieben, die wohl typisch aus der hand dieses regisseurs sind, haben mich aus meinem angstfieber in die realität zurück geholt und enttäuscht. das wirkte auf mich ernüchternd und lächerlich. entweder horror oder witzfilm, beides geht fast nie gut zusammen - zumindest für meinen geschmack. schokifazit: spart euch das geld. die zwei drei guten schockmomente sind das eintrittsgeld nicht wert.
faszinierend! ich bin hin und weg. wie schön daß es den anderen auch so ging, als der abspann lief. dieser neue star trek film ist fantastisch. wir entschlossen uns heute, spontan mit freunden zu treffen, wir gingen essen und anschließend ins kino um endlich den neuen und doch langersehnten streifen anzusehen. mein trecky-herz schlug höher und wurde auch ordentlich gefüttert. die geschichte ist klasse aufgebaut, sie erzählt wie james t. kirk zum captain der uss enterprise wurde und wie seine karriere in der sternenflotte begann. aber nicht nur das, der film erzählt auch wie die anfänge der karrieren aller wichtigen und zentralen crewmitglieder beginnt: spock, pille, scotty, uhura, zulu, jakov. wie sie aufeinander treffen und was sie verbindet. eine tolle geschichte gespickt von klasse effekten, spannend erzählt und fesselnd inszeniert. meine größte angst, als alter star trek fan enttäuscht zu werden aufgrund der jungen schauspieler, die mit der alten rige nichts mehr gemein haben, war nach wenigen minuten wie weggeblasen. ich fühlte mich recht bald wieder zurück versetzt, in die zeit als ich jede woche die abenteuer der uss enterprise verschlang und bei jeder reise mitfieberte. ich kann gar nicht beschreiben, wie begeistert ich sitzen blieb, als der abspann lief und ich zufrieden ausrief: “wie geil war das denn!?” schoki-prädikat: wenn du ein trecky bist, darfst du ihn nicht verpassen!
sonntag, nach der wasen-erfahrung luden uns die bären ein, noch ein bißchen homekino zu genießen. als erstes schmissen wir ein quantum trost an die wohnzimmerwand. ganz schlecht. superschnelle aktionbilder, so schnell, daß das auge nur noch die hälfte wahrnimmt, gepaart mit einer relativ flachen bondstory, die in 5 minuten erzählt wäre, und so dicht an der casino royale story anknüpft, daß ich zunächst mal, den inhalt nicht verstand. schade, denn der erste bond mit daniel craig war so vielversprechend, und überzeugte sogar mich, als nicht-bond-fan. kurz erzählt: bond trifft auf seinem weg, den mörder von vesper zu finden, auf hinweise einer organisation namens quantum und auf benjamin greene, der offenbar eine größe in dieser organisation scheint. ebenso begegnet bond der jungen geheimnisvollen camille, die ebenfalls greene kennt und größeres im schilde führt. bond kommt langsam hinter einen umweltkomplott der mal nicht mit erdöl, sondern mit wasser zu tun hat. gleichzeitig erweckt bond den eindruck den tod von vesper rächen zu wollen und jegliche objektivität verloren zu haben, so schafft er es obendrauf sich den mi6 gegen sich aufzulehnen. also einer gegen alle… schoki-prädikat: zu viel schnell, zu viel aktion und zu wenig tiefe. schade, schade. danach schauten wir noch krabat. und der gefiel mir deutlich besser. schöne geschichte, gepaart mit einer mystisch-düsteren stimmung, erzeugt durch klasse aufnahmen, mit deutscher jungstar-besetzung. sehr gelungen finde ich. kurz beschrieben: der junge krabat ist nach dem tod seiner mutter auf sich allein gestellt. in der zeit ende des 30jährigen krieges, folgt er irgendwann 12 raben, die ihm nachts im schlaf begegneten. er findet eine mühle und beginnt dort als müllersgehilfe. er lebt dort mit 12 anderen jungen gesellen und lernt sich dort durchzubeißen, sein brot zu verdienen und einen platz in der hirarchie dieser burschenschar zu finden. doch diese mühle hat ein dunkles geheimnis, hinter der er eines tages kommt. tragisch und düster, mutig und großherzig, wie er versucht aus den fängen des müllermeisters und dessen schwarzer magie zu entkommen. schokiprädikat: schaurigschöner fantasy.
donnerstag abend trafen wir uns nach der arbeit gemütlich zum essen beim mexikaner. die mädels und ich waren ausgelassen und gut gelaunt. das essen war sehr lecker, die bedienung freundlich - absolut empfehlenswert dieser laden. praktischerweise gleich neben dem kino, in dem wir anschließend noch einen verdauungsfilm angeschaut haben. lachen soll ja schließlich viel kalorien verbrennen, und gelacht haben wir reichlich.
kinostart von männersache - genau das richtige! klasse gemacht, mario barth und paul panzer als dicke freunde, die mit ihren träumen und wünschen eine 20jährige freundschaft auf die probe stellen - mitten in berlin kreuzberg. paul (mario barth) träumt von einer karriere als comedystar und hotte (paul panzer) unterstützt ihn dabei - er fährt ihn zu seinen drittklassigen auftritten, mit seinem baustellenfahrzeug. bis sie sich verstreiten und paul an einen schmierigen manager gerät. eine spritzige komödie mit jürgen vogel, anja kling, heiner lauterbach und einigen anderen. selbst sido hat eine kleine rolle. leichte und amüsante kost für einen entspannten abend. das war toll, mädels. gerne wieder!
…was das schicksal für uns bereit hält… sagt queeny und lächelt sanft. das ist einer, der für mich zentralen sätze in diesem 2,5 stunden streifen, den ich gestern mit den mädels im kino gesehen habe. jedenfalls ist mir dieser satz mehrmals wiederkehrend als botschaft aufgefallen. wunderbare geschichte, um den seltsamen fall des benjamin button. sehr interessant, die filmkritiken zu lesen. dort finde ich wieder, was ich gestern schon direkt nach dem film, und heute morgen meinen mitpendler erzählt habe. ich erwähnte, daß der film mich irgendwie an forrest gump erinnert. das erklärt sich offensichtlich auch damit, daß hier der selbe drehbuchautor am werk war. für mich beeindruckte der film im zusammenspiel der geschichte mit der umsetzung in bildern. wunderschön untermalen die aufnahmen aus den verschiedenen jahrzehnten die unglaubliche geschichte eines rückwärts alternden menschen. bratt pitt in der rolle des benjamin button, wird als “altes” gebrechliches baby geboren, ausgesetzt und von seiner liebevollen findelmama queeny groß gezogen. er verjüngt mit zunehmenden alter. die wirren dieses konträren lebens und die geschichten und ereignisse die in und um seinem jüngerwerden passieren, werden gefühlvoll und farbenfroh erzählt. umwerfend und wunderschön auch kate blanchett in der rolle der daisy, seiner großen liebe, die sein leben zum größten teil und auch sein sterben begleitet. dieser film hat mich zum nachdenken und zu der erkenntnis gebracht, daß das alles richtig ist, so wie es ist: die sache mit dem leben und sterben. die botschaft für mich ist klar: da niemand weiß ob er früh oder spät gehen darf, sollten wir unsere tage nutzen. die dinge tun, die wir tun wollen, die worte aussprechen, die uns am herzen liegen, nicht alles auf morgen verschieben, denn möglicherweise ist morgen schon zu spät dafür. da das sterben nun mal zum leben dazugehört, und wir nun mal vergänglich sind, trifft es irgendwann einfach jeden. und wenn es dann zeit ist zu gehen, da hilft kein zappeln und wehren, da ist es einfach zeit loszulassen…. schokiprädikat: wunderschön, rührend und absolut sehenswert. und am rande muß ich noch was ganz banal-weltliches loswerden: ein raunen ging durch den kinosaal bei genau 2 szenen: benjamin button (ich darf erinnern, gespielt von pitt’s bratt) in der blühte seines lebens, bei strahlendem himmel und sonnenschein, auf seinem segelboot in yeans und weißem rippshirt *trief*…. und der selbige mit schwarzer lederjacke, james dean like auf einem 50erjahre motorrad, mit wehendem haar *holladie waldfee* ….) ich glaube da waren sich einfach alle frauen im saal einig: was für eine sahneschnitte!