bitter
ich dachte 2012 ist endlich überstanden und es geht aufwärts. doch so vielversprechend wie das jahr begann, so schmerzhaft entwickelt es sich jetzt. völlig unerwartet reisst das schicksal einen menschen aus dem leben, aus seinem umfeld, aus der familie. nun, mit dieser leere überfordert ohne die chance auf trauer, funktionieren alle mechanismen auf grausame weise. funktionieren, organisieren, regeln. bestattung, überführung, beerdigung, nachlass regeln. und die rädchen greifen wie ein uhrwerk und betäuben den schmerz und die trauer auf kaum aushaltbare weise. und mein platz ist an des liebsten seite, dort wo man das pflaster liebevoll aufklebt, den arm stützend unterhakt, ein meer der trauer aus den müden augen auffängt oder einfach nur da ist, wenn der schmerz einen plötzlich überwältigt. man sagt freude wird mehr man man sie teilt. doch trauer, wird nicht weniger wenn man sie teilt. vielleicht erträglicher, weil eine hand dich geleitet, oder eine schulter dich stützt. jetzt, zurück aus der elterlichen heimat, zurück vom letzten geleit, wiegt die trauer schwer. so vieles, das einen bis eben noch beschäftigte, wirkt banal und lächerlich. der alltag winkt selten so willkommen ablenkend.
es ist zum mäuse melken! da war ich erst krank und schwups, 4 wochen nach dem ich die lungenentzündung überstanden hatte, der nächste grippale infekt. mir war klar das mein immunsystem geschwächt ist, und es nur ein frage der zeit war, mich nochmal mit einer grippe anzustecken. ich hatte ja die pracht einer riesen auswahl in meinem umfeld. es schien als wären wirklich alle krank um mich herum. also war es sonntag dann soweit… nebenhöhlen dicht, nase zu, kopf- und gliederschmerzen. nach drei tagen fieber, war der peak erreicht und seit gestern hab ich das gefühl, die nebenhöhlen befreien sich langsam aber sicher von ihrem klebigem inhalt. unzählige päckchen taschentücher später ist heute der erste tag, an dem ich mich wieder langsam mensch und bereit für die welt fühle. und ich bin bedient, das war die letzte grippe für dieses jahr für mich. die nächste kann nehmen wer will, ich verzichte. meine wenigkeit konzentriert sich jetzt auf den frühling der da heute mal so ganz kurz und sonnig vorbeischaute. ich freu mich auf unser wanderwochenende in südtirol im mai und all die schönen dinge, die wir noch tun müssen bevor wir in unser eigenheim ziehen werden. ich freu mich auf meine tättowiertermine und ein paar konzerte die ebenfalls der frühling bringen wird. ach, vorfreude ist halt schon immer die schönste freude gewesen, nur manchmal wird sie betrübt von den schicksalsschlägen des lebens…. hau ab, was willst du wieder hier? verpiss dich kismet, hast du nicht mal pause??
keine ahnung wie ich das, was ich die letzten tage erlebt habe beschreiben soll. von einer vermeintlichen grippe zu einer ausgewachsenen lungenentzündung, tagelangen fieberschüben und schließlich einem 5 tägigen krankenhausaufenthalt nach einem total zusammenbruch - das nenne ich, einen ordentlichen schuss vorn bug. ich glaube ich war noch nie im leben so froh, fieberfrei und wieder zuhause sein zu dürfen. natürlich bin ich noch total matt, aber die freude über die rückkehr in die eigenen 4 wände ist größer. ich erinnere mich nicht, jemals so krank gewesen zu sein. mein geburtstag dieses jahr wurde ausgelöscht, ausradiert von 2 wochen krankheit. es ist, als hätte ihn nie gegeben. verloren in einem wurmloch. das einzige, das mir wirklich positiv aus diesen 2 wochen hölle geblieben ist, ist die erinnerung an die hilfe, die mir zuteil wurde. totale aufopferung meines liebsten. er hat himmel und hölle bewegt, für mich. die vielen anrufe, mails, whats app nachrichten und sms von familie und freunden, die sich mindestens erkundigt haben, wie es mir geht, bis hin zu jeglicher art von hilfe angeboten. das war überwältigend. das ist eine unbezahlbare erfahrung, die all das negative überdeckt. danke dafür. danke lindi für die aufmunternde postkarte und danke niki für das trostpflaster-paket. ich hab mich riesig gefreut.
ich wollte nur noch schnell nach dem essen in der kantine, auf dem weg zur sonnenterrasse die gästekarte am automat laden, damit der nächste kollege, der sie ausleiht, genügend geld drauf hat, um seine kunden einzuladen. das laden der karte nimmt ein wenig zeit in anspruch, unwesentlich länger als das laden der eigenen personalkarte. wie ich also da stand und tippte, rückte ein herr an, der sich mit einem anderen unterhaltend, sich anschickte, als nächster an den ladeautomaten zu drängeln. dabei war er entweder so abgelenkt durch die unterhaltung oder so rücksichtslos unhöflich, daß er mir fast links am hintern klebte. er kommentierte dann auch kurze zeit später, als es ihm wohl auffiel dass das etwas länger dauerte, mein aufladen mit überflüssigen sprüchen. dann, plötzlich ein tritt aus der anderen richtung, bamm. einer der herren, die sich ausgerechnet den vielfrequentierten platz vor den aufladeautomaten ausgesucht hatten um eine unterhaltung zu führen, tänzelte wohl nervös bei sprechen und traf mich prompt an der ferse. AUA, ließ ich deutlich hörbar, alle welt wissen, dass mir das gar nicht gefällt, so bedrängt, belästigt und getreten zu werden. ein bedröppeltes gesicht, ala huch ich habe sie ja gar nicht gesehen, sie zwerg, drückte ein betretenes oh, tschuldigung raus. von höflichem abstand und manierlichem körperlicher diskretion keine spur. und der andere, der mir ja immer noch links an der backe klebte, schickte sich an, keinen zentimeter zu weichen und obendrauf das ganze noch zu kommentieren. “ja sowas auch. erst nur blöde sprüche ertragen müssen (er meinte sicher sich selbst) und dann wird man auch noch getreten.” ich strafe beide mit meiner entnervtesten miene und beim verlassen der szenerie hinterlasse ich noch leicht hörbar, den kommentar… was ein spiegel der gesellschaft. schönen tag auch.
ich weiß, langsam sollte ich den weg nach k. kennen und mich auf die letzten fahrten und meinen orientierungssinn verlassen. aber wie jedes mal, wenn ich zu michi fahre, programmiere ich das navi, um auf nummer sicher zu gehen. so stand ich also, nachdem ich aus der tiefgarage rausfuhr, auf dem seitenstreifen und tippte die adresse ins navi. natürlich, hab ich wieder vergessen, die adresse zu speichern, natürlich mußte ich wieder alles eintippen. ort, straße, hausnummer…. da klopft es energisch an die beifahrerseite. ein schwitzender älterer herr, mit einer heckenschere in der hand fuchtelt aggressiv und mault vor sich hin. er klingt ungehalten, also fahre ich ein stück vor und mache platz, offensichtlich stand ich ihm beim heckenschneiden im weg. ich nehme die programmierung des navi wieder auf und kurz bevor ich damit fertig bin und starten kann, klopft es an der fahrerseite. ich seh schon daß es der heckenmann ist. huch, was macht der jetzt auf dieser seite, eben war er doch noch … es brüllt. ich öffne das fenster ein kleines stück. und höre sein geschrei ungefiltert. “junge frau…wegfahren… fußgängerweg… anzeigen….!!” es brüllt so sauer und laut, ich verstehe nur bruchstücke vor lauter frontfön. gehts noch? ich bin stinksauer und kann es nicht lassen und brülle zurück. ein schreibrei entsteht, mein herz pocht wie wild, und auf den wortfetzen, kann sie auch anzeigen, antworte ich keifend … sie können mich mal kreuzweise. wutentbrannt fahr ich weg und bleib um die ecke stehen, pack das navi in die halterung und muß mich erstmal beruhigen. was zum geier war das? in allerherrgottsfrüh, nach nur einem kaffee… ich wollt doch nur in frieden und entspannter ruhe zum friseur fahren…!?
das bindeglied meines dasein, meine konstante, warst du. mein anfang, meine mitte, wurzel meiner existenz bist du. und jetzt…, alles hat sich verändert mit deinem abschied. nichts ist mehr wie es war. und doch weiß ich, dass es das ist, was du wolltest. mensch bleiben, würde behalten und den hut nehmen, wenn es zeit ist. du wirst mir fehlen, für immer. seit deinem abschied - bis wir uns wiedersehen. tschüss lotti…
selten hab ich mich so hilflos und ohnmächtig gefühlt, wie die letzten tage. ostern 2012 war ein ostern des schmerzes, der trauer und der ohnmacht. zugegeben gepaart mit wut und hilflosigkeit war es ein vernichtendes ostern. ich fühl mich leer und ausgelaugt, als hätte ich die 4 tage durchgearbeitet. ablenkung funktioniert nur temporär. selten habe ich so viele menschen in so wenig tage weinen hören und sehen. tränen, so weit die wasserdurchtränkten augen sehen können. tränen der ohnmacht, des schmerzes und der ohnmacht. der eine weint um seine verlorene liebe, vor dem scherbenhaufen seines jungen lebens. der andere weint um sein kind, aus angst und ohnmacht, es leiden zu sehen. und andere wegen des abschied der ihnen bevorsteht, abschied von dem menschen dem sie ihr leben verdankt. und ich weine mit all diesen, aus der selben angst, ohnmacht und trauer, einen menschen zu verlieren, der mich mein ganzen leben begleitet hatte, den ich mehr liebe als alles andere auf der welt. nie hätt ich gedacht, wenn dieser tag mal kommt, das es mich so schmerzen könnte. und ich hoffe immer noch, das jetzt noch nicht die zeit ist, abschied zu nehmen. zum glück gibt es menschen die in dieser zeit bei mir sind. mich trösten und halten. und ich bin in gedanken bei ihr und drück sie ganz fest, halte ihr die hand, ob sie nun bleiben oder gehen will… wie es sich wohl anfühlt, da wo sie jetzt ist? ob sie mich hören und fühlen kann? ob sie wohl spürt daß jemand bei ihr ist? … ganz schlimme ostern sind das, doch sie wären viel schlimmer gäbe es nicht die menschen, die uns halten….
darauf habe ich schon lange gewartet …. ich wollts ja so, ich faules stück. trotzdem trifft es mich hart. am kopierer stehend, warte ich auf meinen ausdruck und zupf korrigierend an meinem engen shirt rum. der kollege bleibt stehen, schaut, zögert und fragt dann doch: “kann es sein, daß bei dir was unterwegs ist?” und deutet auf mein wohlstandsbäuchle… shockstarre - kurz - ich raff mich und antworte cool. “nein, da muß ich dich enttäuschen. ich werd einfach nur alt, fett, faul und gefräßig.” ouh… da entglitt ihm das gesicht, als ihm der fauxpas bewußt wurde… “äh, entschuldige. das tut mir jetzt leid. ich dachte nur, du machst doch auch sport und so….” prima. cool bleiben schoki, du hast alles unter kontrolle… ich höre mich antworten:”ist schon ok. kannst du ja nicht wissen, daß das meine lebensplanung nicht vorsieht.” ich wende mich ab, und verschwinde in meinem büro. oh gott….ich glaube, diese situation war ihm mehr als peinlich. mir? nein, peinlich ist es mir nicht. ich muß meinen kollegen nicht gefallen… doch die eitelkeit schreit auf, und das verflixte teufelchen, daß mich dauernd am sport hindert- zeigt mit dem finger auf mich und lacht laut und hämisch. es platzt fast vor vergnügen und biegt sich vor schadenfreude. na super, das hab ich jetzt davon, die waage hat es mir geflüstert, der spiegel hat mich drauf hingewiesen, mein gewissen hat mich geplagt - und trotzdem dehn ich die sport-sommerpause weiter munter aus…. ob diese situation mich wohl endlich aufrüttelt….?
…fühlt es sich an, als wäre es letzte woche gewesen. ich weiß noch genau was ich an diesem tag machte. ich war zuhause, das wetter war freundlich. als ich den fernseher einschaltete, lief ein film - dachte ich. ein film, in dem die twintower brannten und qualmten. doch dann war da panik, als ich feststellte, das ist kein film, das sind nachrichten - echte wirklich gerade stattfindende gnadenlose realität. das world trade center brannte und qualmte und dann .. das zweite flugzeug, panik in der stimme des reporters und eine fassungslose brutale erkenntnis: terroranschlag. ich weinte, ich war allein. niemals zuvor hätte ich gedacht das sowas passieren könnte. mitten in das herz der zivilisation bricht hass und gewalt ein und vernichtet den glauben an frieden und ordnung. die welt war aus den angeln gehoben. ich dachte ich falle. noch tage danach dachte ich bei dem flugzeug, das über unser haus flog (ich wohnte damals in einer einflugschneise der bundeswehr), jetzt sind wir dran. jetzt werden sie uns töten. und heute, nach 10 jahren, ist der kloß im hals genauso brennend und läßt mich kaum atmen, wenn ich daran denke wieviele menschen, auf ihrem alltäglichen arbeitsweg ihr leben ließen. fassungslos wieviele schicksale heute bekannt wurden, rund um dieses ereignis und erfürchtig vor all den helfenden händen, die auf ground zero nach verschüttenden suchten. seit diesem tag ist viel passiert, in meinem, in unser aller leben, auf der welt. doch nichts kann das gefühl der ohnmacht und panik verwischen, welche ich an diesem nachmittag vor dem fernseher empfand. in gedenken an die opfer von 9/11.
ich bin an einem punkt angekommen, an dem ich nicht mehr zusehen will. wenn der sarkasmus sich einschleicht sage ich oft, “die welt ist schlecht, und wir mittendrin”. mittlerweile glaube ich, jeden tag ein wenig mehr, daß das ganz nah bei der wahrheit liegt. wie kann es sein, daß wir entscheidungen, immer öfter aus der hand geben? wie kann es sein, daß wir alles unbequeme aussitzen und ignorieren? wie kann es sein, daß menschen das offensichtliche nicht wahrhaben wollen und den schleier des betruges nicht mal mehr erkennen? im fall berlusconi, war wohl die jahrelange schlechte politik der linken ein perfekter nährboden, für die grundsteinlegung seiner politik der verblendung. heute kontrolliert er die medien, ändert gesetze wie er es braucht, schwingt wahrlich beeindruckende reden und das volk frisst ihm, trotz seiner fehltritte und skandale aus der hand. die menschen verblendet von der macht des wortes und den brocken die er ihnen hier und da hinwirft, sind dankbar und schuften weiter. denn das leben in italien ist hart, arbeit selten, löhne niedrig und lebensmittel teuer. der tägliche kampf um zu existieren. die tägliche assimilation durch die fernsehsender berlusconis und die lektüre in den von ihm kontrollierten oder ihm wohlgesonnenen zeitungen und schon bleibt die maschinerie der verblendung am laufen. 15 jahre politische ära - genug zeit um das volk abhängig und unmüdig zu halten, wenn obendrauf die opposition sich schwach auf seine fehltritte stürzt, statt sich mit politik zu befassen. aber es gibt sie noch, menschen die das spiel durchschaut haben, die hinterfragen und erkannt haben, daß des herren so sehr proklamierte demokratie nichts anderes als ein populistisches regime ist, diktatorischer natur. ziviler ungehorsam geht durch die welt. wenn jetzt noch die opposition in die pötte kommen würde…die hoffnung stirbt zuletzt.
es war hektik im raum, ich habe meinen onkel noch nie so verzweifelt gesehen. und dann fiel die tür schon auf. angst breitete sich in mir aus. der erste schlag kam gleich, der trupp schläger viel über ihn her. er stolperte über die kommode, fiel in den raum. ich schrieb, ich mußte das noch zu ende bringen. da machte sich ein schatten vor mir auf. ich blickte nach oben und es wurde verdunkelte sich. die faust traf mich, es wurde dunkel. mein letzter gedanke - hoffentlich tun sie der katze nichts… und dann wurde ich wach….
schon zwei nächte haben wir in der neuen wohnung geschlafen. einige kartons sind schon geleert und verstaut, die meisten möbel sind aufgebaut, die küche ist eingeräumt und ich fühl mich sauwohl. der umzug samstag vormittag ging ganz fix, alle kartons waren schon gepackt, alle möbelteile in handliche tragbare teile zerlegt und das wetter war mild und freundlich bei strahlendem sonnenschein. die freunde kamen pünktlich und bei soviele helfenden händen, war wie geplant mittags alles umgezogen und transportiert, der lkw wieder abgegeben und die hungrigen herlfersmäuler mit handwerker-spätstück gestopft. einen dicken fetten dank nochmal an alle fürs helfen! und dann gings heute gleich weiter… einerseits sehr traurig, doch genau so hatte ich es geplant. nach umzug wollte ich das bienchen verkaufen. durch die nähe zur bahn (9 minuten zu fuß von haustür zum bahnsteig) ist ein rumstehendes fahrzeug absolut unnötiger luxus. so der gedanke hinter dem bösen vorhaben das bienchen zu verkaufen. ich klebte vor zwei wochen ein schild ins auto und machte mir keine große hoffnung sie so schnell loszuwerden. sie war nicht mehr die jungste und in ihrem desolaten zustand, nimmt sie mir bestimmt keiner ab, dachte ich. also schrieb ich auf das schild, “an bastler günstig abzugeben” um gleich klar zu machen, daß sie nicht mehr so gut in schuss ist. als ich dann vor einer guten woche bei lidl einkaufen ging, stand da ein mann an meinem auto und mache sich notizen, als ich aus dem laden rauskam. er interviewte mich sofort und wollte alles ganz genau wissen. er schaute in den motorraum, er fragte mich löcher in den bauch und er versprach mich anzurufen. das tat er auch 1 tag später - er wolle nochmal mit seiner freundin vobeikommen. sie kamen. und er schaute sich das bienchen wieder ganz genau an, schaute rein, drunter, in den motorraum, fuhr ne runde um den block. sie wollten sie sofort mitnehmen. sie hatten sich ein stückchen garten in der gegend gekauft und brauchten wieder ein auto um dort hin zu kommen. sie als städter hatten ihren vwbus vor einiger zeit verkauft, weil sie kein auto mehr benötigten. doch dann kam der garten … ich vertröstete sie auf nach den umzug. gestern waren sie wieder da, und kauften sie. und heute nahm er sie mit. *snief* adieu mein bienchen. ich hoffe die gefällt deine neue aufgabe als gartengefährt und die beiden neuen besitzer sind gut zu dir. sei lieb und treu, so wie du es immer zu mir warst. ciao bella gialla
mein gesichtsausdruck spricht derzeit bände. ich fühle mich gestresst, überfordert und stellenweise völlig leer. ich denke das maß ist voll. keine woche am stück urlaub gehabt seit januar, streß mit den derzeitigen vermietern, umzugsvorbereitungen und der tägliche wahnsinn auf schienen und im büro, rauben mir die letzten positiven vibes. das vergangene wochenende am bodensee hat herrlich gut getan, ich konnte richtig auftanken. die erholung hat leider nur drei tage beflügelt, nun hängen die mundwinkel schon wieder. abends komm ich nicht zur ruhe, morgens nicht raus aus den federn. der kopf ist voll und die laune permanent schlecht. samstag nachmittag werden wir die schlüssel zur neuen wohnung in den händen halten - ich habe die leise hoffnung, daß mir das aufschwung geben wird und die arbeit, die ab dem zeitpunkt zu erledigen ist, mich obenauf halten wird. drückt mir die daumen.
ich hab ihn getroffen, den idealen bundesbürger- so wie ihn sich vermutlich unsere regierung wünscht. single, kinderlos, mit einem guten einkommen, anfang dreißig und auf dem höhepunkt seiner arbeitsfähigkeit. seit 10 jahren in seiner angestammten firma, bescheiden, zufrieden mit system und regierung, nie krank, ohne jegliche ansprüche an den staat. er scheut sich sogar die steuererklärung zu machen, weil er das gefühl hat, etwas zu nehmen, daß ihm gar nicht zusteht. er möchte kein schmarotzer sein, in dem er vom staat etwas fordert, daß er gar nicht verdient hat. jeder sei doch selber durch sein gehalt und seine arbeit in der lage seine fahrten zur arbeitsstätte selbst zu entrichten. er glaubt noch daran daß das system gerecht ist, weil es vermeintlich für alle gleich ist und er glaubt nicht daran, daß es menschen gibt in deutschland, die für 3 euro die stunde arbeiten. er sei so froh in deutschland zu leben, und da zahle er gern steuern, für dieses tolle soziale netz, welches wir in diesem land haben. sich über die steuererkärung zuviel gezahlte steuern zurückzuholen sei schmarotzertum, welches er mit seinem gewissen nicht vereinbaren könnte. nach 2 stunden angeregter debatte gab ich auf, und ließ in zurück in seiner rosa welt mit seinen naiv-kindlichen vorstellungen vom leben. ich hoffe für ihn daß er niemals schwerwiegend krank wird, oder seinen superjob verliert, dann wird ihm das rosa brillchen nämlich wüst vom kopf geschleudert und dann wird der aufprall auf dem boden der realität schmerzen. perfekt würde er für unseren staat werden, wenn er bei eintritt ins rentenalter direkt in den sarg hüpft. maximaler beitrag als steuerzahler bei keinerlei aufwand für den staat. mal sehen ob er das als braver bundesbürger hinbekommt. ich wünsche es ihm nicht, weder dem staat noch ihm. als ich dann gestern diesen bericht gesehen habe, mußte ich an ihn denken, und hoffte, er würde ihn auch sehen und lernen….
vergangenen montag nahm ich meinen termin zur anmeldung bei fitnessstudio nr. 1 wahr, um die geschenkte 10erkarte einzulösen und abzutrainieren. bei anmeldung sagte ich telefonisch bereits, daß ich schon mal da war und keine ausführliche einweisung brauche, die hätte ich vor ein paar monaten gehabt und noch gut in erinnerung. dort angekommen begrüßte mich ein junger mann, ausgesehen hat er wie 15, a. ist aber wohl schon 27 jahre alt. er zeigte mir die teile des studio, welche als ich es vor monaten besichtigte, noch im umbau waren. danach folgte ein zähes langes ausführliches geplänkel, welches nur darauf abzielte mich sofort und jetzt, zum unterschreiben eines vertrages zu bringen. ich sagte ihm, daß ich vor monaten eben keinen vertrag abschloß, weil mir die preise zu hoch und die vertragsmodelle zu starr waren. daraufhin preiste er mir die neuen angepaßen vertragsmodelle an. es gäbe jetzt den golfertarif, der für meine wünsche optimal wäre, sagte er. es stimmt in sofern, daß dieser vertrag sich während der sommermonate stilllegt und im herbst wiederaktiviert wird. doch bei licht betrachtet, summiert man die bausteine (kurse, wellness und gerätetraining) zusammen und addiert den wochenpreis auf, kommt man wieder bei einem preis von 85 euro pro monat an. ich gab ihm klar zu verstehen, daß mir das zu teuer sei. ich erinnerte den jungen mann daran, daß ich gerne meine 10erkarte abtrainieren möchte und sonst erstmal von einem vertrag absehe, aus kostengründen. er wand und bog sich verbal, doch er gab mir zu verstehen, daß er unter diesen umständen, wenn ich nicht die absicht hätte einen vertrag zu machen, ich nur ihre zeit verschwenden würde und sie den platz und die betreuung der trainer , lieber in jemanden investieren wollen, der die absicht hat, mitglied zu werden. ich war wie gelähmt. ich sagte, als ich mir die letzten rethorikseminare wiedervor augen rief, :” wollen sie mir damit sagen, daß diese 10erkarte nur bauernfängerei ist?” er wand und bog sich wieder und wiederholte sich. ich fragte ihn wieder: ” heißt das diese karte ist das plastik nicht wert, auf dem es gedruckt ist und zielt nur darauf ab, menschen hierher zu locken um ihnen das geld aus der tasche zu ziehen?” und er wand sich wieder und wiederholte sich wieder. er meinte, ich müßte schon die absicht erklären, daß es mit mir die aussicht auf einen vertragsabschluß gäbe, dann könnten wir sofort mit dem training beginnen. ich fragte ihn, ob er das erst meine. “sie sagen also, ich soll sie anlügen und versichern daß ich einen vertrag mache, dann darf ich die 10karte nutzen? sie wissen doch bei anderen auch nicht, ob sie nach einem gutschein, tatsächlich kunde werden. wollen sie mir sagen, ich hätte durch meine ehrlichkeit von vorne rein verloren?” und er wand sich und bog sich wieder und bejahte meine frage. ich war richtig sauer, doch ich beherrschte mich: ” also, ich denke wir kommen hier nicht zusammen. ich werde wohl zu meiner firma gehen müssen, und dort sagen, daß dieses angebliche gute geschenk daß sie ihren mitarbeitern gemacht haben, ein farce ist und keinen heller wert ist!” und da hatte ich ihn. ich sah ganz kurz hitze in ihm aufsteigen und er errötete unterschwellig. “ach, sagen sie das doch gleich! das daß eine firmen 10erkarte ist, hatten sie gar nicht erwähnt! das ist natürlich ganz was anderes. selbstverständlich, dürfen sie alle angebote des hauses damit nutzen!” ich war fassungslos und wütend. aber ich wollte diesem laden diese karte nicht einfach geschlagen überlassen. ich nahm das angebot erstmal zu entspannung auf die massageliege zu gehen an, um mich zu beruhigen. danach ging ich noch kurz auf den crosstrainer und vereinbarte einen einweisungstermin für nächste woche für den trainingszirkel. danach mußte ich dort raus, über eine stunde sinnlos verquatscht, bißchen massage und bißchen crosstrainer - dafür mußte ich schon tag 1 von 10 abstreichen lassen. so sehr mich dieser laden ankotzt, ich nehm die 9 x noch mit - komme was da wolle. ich werde mich auf die geräte konzentrieren die ich kenne, ein paar kurse machen und den wellnessbereich ausgiebig nutzen und versuchen mir die trainer vom leib zu halten. selten so eine offensichtliche abzocke erlebt. menschen mit gutscheinen locken, die nur dazu abzielen verträge zu machen - ok, das machen viele andere branchen auch. aber so dreist und unverschämt!? und dann aber einen auf dicke hose machen und grosskotzig auf den gutschein schreiben “diese karte hat einen gesamtwert von über 249 euro”. blabla….tzäh! verarschen kann ich mich selber!….
ich dachte gestern noch das wars - ich krieg die kurve und geh heute wieder ins büro. doch die heutige nacht, hat mich eines besseren belehrt. ich habe die ganze nacht unruhig geschlafen, wüst geträumt und seltsamerweise unterbewußt gemerkt, daß ich dauer kopfschmerzen hatte, auch während des schlafens. was heißt hatte, … dieses pochen hinter den augen ist immer noch da, seit ich um kurz nach acht zu mir kam. mittlerweile bin ich von meiner unsicherheit getrieben, zum arzt gefahren, denn eigentlich habe ich nie kopfschmerzen. vermutlich ist der kopfschmerz durch den grippalen infekt verstärkt, einfach eine stressreaktion vom körper, meinte der arzt, möglicherweise kommt er auch aus dem nacken, der bei mir ja ständig verhärtet ist. jedenfalls is nix mit funktionieren, sagte er und schickte mich zurück aufs sofa. im moment hänge ich an papiertaschentücher und teezufuhr und der ein oder anderen paracetamol. mist - bei licht betrachtet, hatte es sich ja schon unterschwellig angekündigt…. und ich dachte ich schaffe es noch, ohne schwäche ins neue jahr.
als wäre es ein fluch - kommt plötzlich aus dem nichts hiob und überreicht die nächste, vermeintlich längst überfällige schlechte botschaft. es ist wie verhext, immer und immer wieder, und ewig lacht hämisch der teufel. meist wenn alles geregelt scheint, bam - der nächste schlag in die magengrube. diesmal allerdings, aus einer ecke, aus der ich einen solchen niemals erwartet hätte. ich fühl mich leer, ohnmächtig und schuldig, obgleich ich weiß, daß ich das niemals hätte ahnen können und erst recht nicht verhindern. weglaufen hilft nicht - stellen und anpacken. verdammtes leben - warum können wir nicht wie andere, einfach leben und glücklich sein? warum verfolgt uns der fluch unserer kindheit und all deren schatten bis in das heute? warum können wir sie nicht einfach abstreifen, die bitteren früchte unserer verkorksten wurzeln? immer und immer wieder speiht sie uns das leben vor die füße - da, friss oder stirb. bah! und wenn sie heute immer noch verdrängen, strafen wir sie einfach weiter mit all den derben abarten und schmerzen, die ein zugemülltes bewußtsein so auskotzen kann.
es ist als würde die erde für einen moment stillstehen, wenn so ein unglück passiert, wie es diese woche dienstag geschah. es ist als würde der planet innehalten, wenn ein mensch sich dazu entschließt seinem leben ein ende zu machen. wir gehen in uns in fassungslosigkeit und versuchen zu begreifen, was einen menschen dazu treibt, zu gehen. für immer, endgültig… wie groß muß die verzweiflung sein, familie und frau zurück zu lassen, in den tod zu flüchten und dieser welt den rücken zu kehren. wir stehen da, bleiben zurück und versuchen zu begreifen, was diesen menschen dazu getrieben hat, diesen entschluß zu fassen. und der blick geht in uns selbst, selbstkritisch und mahnend. wir sind alle nur menschen, egal welchen status wir haben, egal wie bekannt, berühmt oder berüchtigt wir sind, alle haben wir unser päckchen zu tragen. mit uns, im stillen, allein. das erinnert mich an meinen geliebten onkel, der sich einst auch das leben nahm, in einem moment der verzweiflung. er, der starke tapfere gestandene mann - floh aus der verzweiflung in den freitod. diese geschichten reissen uns aus dem alltag und in gewisser weise haben sie auch heilende wirkung, auf uns umstehende, die es erleben müssen. sie rütteln uns aus dem alltag, weg von allem oberflächlichen, zurück zum wesentlichen. nichts ist wichtiger als halt im leben, kein geld der welt kann vertrauen und liebe ersetzen, kein erfolg der welt kann über depression und trauer hinweghelfen. r.i.p. robert enke, r.i.p geliebter onkel.
…das war das thema gestern bei den zdf-reportern unterwegs. dieser bericht hat mich ganz schön beeindruckt, er war klasse gemacht und hat mich total gefesselt. es ging um gerechtigkeit in deutschland, gemessen an 4 beispielen: 1. gerechtigkeit in der entlohnung, die kluft zwischen reich und arm, 2. im gesundheitswesen, die kluft zwischen kassenpatienten und privatversicherte, 3. zwischen der gleichbehandlung von jung und alt, rentenversprechen auf der einen seite, entlassungen junger arbeitnehmer auf der anderen seite, 4. insolvenz, wer muß gehen - wer darf bleiben. und auf ganzer strecke ein ergebnis: wer gerechtigkeit sucht in deutschland, sucht vergebens. unser system läßt kein gesundes maß an gerechtigkeit zu, die kluft zwischen denen, die in geld schwimmen und denen die trotz arbeit aufs amt müssen, wird immer größer. solange man in deutschland als chronisch kranker 4 monate auf eine untersuchung warten muß, während ein privatpatient mit den selben leiden sofort behandelt wird, kann von gleichbehandlung nicht die rede sein. die krise zeigt es, junge menschen mit guter ausbildung, super studium und besten chancen stehen auf der straße, weil die betriebe niemand einstellen und gleichzeitig tätscheln die politiker die rentner und versprechen ihnen nichts zu kürzen, komme was da wolle. und dann insolvenz - von 20 mann müssen 10 gehen. sozialplan? es trifft trotzdem immer die falschen. die alten sind geschützt durch betriebszugehörigkeit und die jungen arbeitswilligen müssen gehen…scheisssystem!
morgens beim zähneputzen (manchmal auch beim bügeln) ist sie plötzlich da, die lösung und das ergebnis aus vielen stunden nachdenken. letztes wochenende bescherte mir eine bestimmte situation gedankenspiralen und heute morgen beim zähneputzen stand mein entschluß fest. denn wieder einmal, hat mir das leben die augen geöffnet. vertrauen ist gut, doch vertraue nicht zu schnell. viele sagen mir nach, daß ich mich nicht öffne, daß ich nicht vertraue - mag sein. doch die erkenntnis des wochenendes bestärkt mich darin. immer wieder im leben passiert es, daß deine meinung zerredet und verzerrt wird, daß menschen sie irgendwann gegen dich verwenden und tatsachen verdrehen. erst recht, wenn sich soviele daran beteiligen, das ein oder andere thema zu bequatschen. ich dachte, ich könnte mich jetzt öffnen und eine meinung dazu äußern, doch mit einem fahlen beigeschmack erkenne ich, daß es doch besser ist, die welt nicht mit meinen gedanken zu beglücken. ich werde zukünftig wieder, meine gedanken in meinem kopf lassen und mich zu bestimmten dingen nicht mehr äußern. es bringt mich nicht vorwärts, die welt wissen zu lassen, was zu der ein oder anderen sache denke. es ändert nichts an der sache, ob ich sie gut oder schlecht finde. ab sofort bekommt meine meinung nur noch die perle zu hören. alle anderen begnügen sich wieder mit einer verschlossenen und diskreten schoki. besser ist das, bevor ich mich vergesse.
gestern mittag war plötzlich mein handy gesperrt. die ansage beim versuch zu telefonieren ließ mich wissen, es gäbe unstimmigkeiten in meinem kundenkonto ich solle mich mit der hotline in verbindung setzen. das versuchte ich dann ungefähr 3 stunden gestern, und 2 stunden heute. nichts zu machen, kein durchkommen aus dem festnetz. also nächster versuch, über die email an den kundensupport über die homepage. außer einer automatischen antwort, daß die mail irgendwann bearbeitet wird, kam bis eben nichts. 24 stunden her…. heute morgen nach erneutem versuch der sache auf den grund zu gehen, hörte sich die ansage beim telefonierversuch vom handy anders an. “aufgrund von unstimmigkeiten in ihrem kundenkonto, blabla, es gibt 2 möglichkeiten entweder überweisen und quittung per fax an xy oder in den nächsten e+-shop und dort per kreditkarte oder ec karte überweisen. dann wird montag innerhalb von 24 stunden entsperrt.” ich schäumte vor wut und beim ausdrucken der rechnung und bei kontrolle der kontoauszüge dämmerte es mir, die rechnung wurde nicht abgebucht. ich hatte damals gesagt, ich würde die rechnung auf keinen fall zahlen, weil ich mich nicht abzocken lasse. beim zweiten gespräch mit dem kooperativen jungen mann, vergewisserte ich mich dann doch nochmal daß keine zahlungssperre hinterlegt wurde und wurde beruhigt, es wäre keine sperre im system eingestellt. leider falsch, das wissen wir heute. also nächster schritt, ermitteln wo der nächste eplus-laden in der nähe ist. eilig die rechnung ausgedruckt und los. dort angekommen, sagte der verkäufer er könne keine zahlung veranlassen, weil er nur partnershop sei und diese befügnis nicht hätte. ich dachte ich steh im wald. da sagt doch dieser unverschämte kerl, na hätten sie halt ihre rechnung pünktlich bezahlt. das war dumm, denn darauf entlud sich eine welle des ärgernisses. die perle und ich schimpften auf ihn ein, daß uns sowas in unserer ganzen karriere als handybesitzer noch nie passiert ist und daß das eine unverschämtheit sei die nur mit einem beantwortet kann, mit umgehender kündigung. der arme, war gebürstet und geföhnt. also, dauert es bestimmt 4 tage, bis montag per fax die herkömmliche überweisungsbestätigung bearbeitet und die handys wieder freigeschaltet werden. unglaublich, aber wahr. die kündigung geht montag raus. schade, daß sie erst in etwa 20 monaten wirksam wird. aber mit dem verein bin ich fertig.
diese verf***** schwei***!!!! ich könnt platzen vor wut. da lob ich den verein in den höchsten tönen, laß mich noch auf nette gespräche ein, während ich als neukunde mir über die hotline von e+ helfen lasse. freundlichst und charmant wird mir geholfen und alles läuft wunderbar. ich bin rundum zufrieden. bis ich heute meine mai rechnung aufgerufen habe: 93 euro reine hotline kosten. wut entbrannt habe ich den hörer draufgeknallt und die zahlung verweigert, als mir dieser hanswurscht von hotlinemitarbeiter das durchstellen zum vorgesetzten verweigerte. ich war der meinung die hotlinekosten sind wie bei allen seriösen anbietern kostenlos aus dem eigenen mobilfunknetz. in wirklichkeit bitten sie mich mit 1,99 euro pro minute zur kasse, diese w*****. oh ich ärgere mich über diese abzocke, aber am meisten ärgere ich mich über mich selbst, daß ich das kleingedruckte nicht gelesen habe. natürlich, jetzt wo ich es weiß, kann ich es überall sehen. auf der homepage steht es kleingedruckt unter der rufnummer, auf allen schriftverkehr steht es kleingedruckt in der fußzeile. ja, ja - ich bin selber schuld. trotzdem fühl ich mich verdammt nochmal abgezockt und mit einem hämischen lachen in den allerwertesten getreten. bei diesem verein bleibe ich auch nicht, wenn die 24 monate rum sind, bin ich weg. *beee*#/&#%*eeeep*!
alle in einen sack und dann kräftig drauf treten…. *schäum*
so schnell kann es sich ändern,… möglicherweise liegt es an dem dauertrüb, und dem dauerregen. vielleicht aber auch an den nachwehen des wochenendes. hatte ein bißchen gefeiert, bißchen getrunken und sonntag bißchen gelitten und unter einfluß starker kopfschmerzen, vom körper genötigt, mich von nicht vorhandenen mageninhalten zu trennen. wahrscheinlich liegt es aber auch an der stimmung im büro. rezession, auftragsrückgang, kurzarbeit, existenzängste, …. ich bin jedenfalls ständig, unsagbar müde. da helfen weder schlaf, noch kaffee, noch beschäftigung und ablenkung. die schwerkraft scheint größer geworden zu sein, in den letzten tagen. alles zieht nach unten, augen, beine, arme, laune, gemüt. gehts nur mir so? gehts euch auch so? ich hätte dringend eine aufheiterung nötig, in jeglichem sinne des wortes. *gäääääääähhhhhhnnn*
es gibt dinge die in einem schlummern, deren tragweite wir uns nicht bewußt sind. dann, wenn man die büchse der pandora schüttelt und ein wenig davon ausströmt, bekommt man einen kleinen vorgeschmack auf das, was da in einem schlummert. es stinkt und schmerzt, es fault und gährt. der einzige weg, so scheint es, ist sie zu öffnen um den fluch der um sie schwebt loszuwerden. doch dieser schritt erfordert mut, mut den ich seit einigen jahren zu sammeln versuche. dieser tage hatte ich sie mal wieder in der hand, diese fiese kleine büchse. am liebsten hätte ich sie weit weg geworfen, doch sie findet immer wieder zu mir zurück. selbst wenn ich sie unter berge schöner erlebnisse und witziger begegnungen vergrabe, sie scheint durch und macht sich hier und da einfach wieder frei, bis an die oberfläche. es scheint, als müßte ich sie doch irgendwann öffnen um meinen frieden zu finden. der tag kommt, ich bin ganz sicher. ich steh kurz davor… es wird mir nicht leicht fallen das in angriff zu nehmen, doch es wird meine seele befreien. es wird nicht ohne verluste ablaufen, doch es führt kein weg dran vorbei. ich glaube nicht daß ich verständnis ernten werde, darum geht es mir auch nicht. es geht darum diese last loszuwerden, die meinen magen vergiftet und mich nachts im schlaf heimsucht.
es gibt zeiten im leben, da kommt man an eine kreuzung und muß sich überlegen, für welche richtung man sich entscheidet. und diese entscheidung trifft man dann, mal leichter mal schwer, mit allen konsequenzen. manchmal aber sind die konsequenzen nicht abzusehen und holen einen später ein, unverhofft - rücklings. und dann muß man sich erneut entscheiden und je nach erfolge oder niederlagen auf dem wege zwischen den beiden entscheidungen, trifft man eine neue und geht, anders als man sich selbst vorgenommen hatte, in eine neue richtung. wie ein sprichwort schon sagt: es ist viel schwerer seine prinzipien zu ändern, als diese zu behalten. die leichen oder die trophäen am wegesrand sind maßgeblich daran beteiligt, ob man seinen plan ändert oder dabeibleibt. ich habe heute eine entscheidung getroffen, für mich im stillen kämmerlein, mit mir und meinem gewissen. ich weiß nicht wohin mich diese entscheidung morgen bringt, aber ich weiß sicher, daß ich heute die lektion aus der letzten entscheidung gelernt habe. im harten zeiten beweist es sich wieder, das leben ist kein ponyhof!
… hat sie mich jetzt endgültig. seit wochen wehre ich mich gegen eine erkältung. das erste mal hatte ich sie mir nicht erlaubt, weil die kollegin urlaub hatte, das zweite mal, erlaubte ich mir sie nicht, weil die kollegin wegen krankheit ausfiel und jetzt stand die grippe wieder vor der türe und ich hatte keine ausreden mehr. der hals schmerzt, die nase läuft und die glieder sind wie blei. den tae bo kurs montag schaffte ich noch, und danach gings rapide abwärts. ich gebe auf und wehre mich nicht mehr. jetzt gibts literweise ingwertee für den schlimmen hals und einen sack voll schlaf für den müden körper.
ich dachte heute morgen, als ich diese nachricht hörte, schon wieder ein amokläufer bei den amis. wieso begreifen die nicht endlich, daß sie ihr waffengesetz verschärfen müssen? und dann das, vor der haustüre, im kreis meiner beschaulichen wahlheimat. unfassbar! ich weiß nicht, was ich sagen soll…
wie eine böse vorahnung riss mich der albtraum aus dem schlaf und beendete meine nacht um halb vier. ab da wars ein wälzen, mit dem verzweifelten versuch das geträumte abzuschütteln. es gelang nicht. doch aufstehen war nicht möglich, gefangen in einem kreislauf von ablenken, gedankenspiralen und apathie, zwang ich mich viel später aus dem bett, als geplant. jetzt, stunden später, weiß ich, ich hätte einfach liegen bleiben sollen. hiob war heute schon zweimal da und einmal brachte er die kunde des vorahnenden albtraumes. als hätte mich etwas gewarnt…. ich hätte liegen bleiben sollen.
… gesund zu sein, ist mir heute wieder klar geworden. nach einem anruf unter tränen, unter schmerzen, war mir das so klar, wie nichts anderes in diesem moment. rausgerissen aus meinem gesunden, erholsamen und balsamartigen sonntag, war es mir klar: die gesundheit ist voraussetzung für alles andere im leben. nichts geht mehr, wenn es im körper hämmert, wenn ärzte pfuschen und man selbst, sich ausgeliefert und hilflos fühlt, im angesicht von schmerz und leid. wie wenig andere einem helfen können, in dieser situation und doch, wie wichtig es dann doch ist, jemanden an seiner seite zu haben, der einfach nur da ist. wie selbstverständlich wir mit unserer gesundheit umgehen und wie zerbrechlich dieses gerüst doch tatsächlich ist, an dem unser leben hängt. dankbar bin ich in diesem moment für die gesundheit dir mir geschenkt wird, besserung gelobe ich was bewegung und ernährung betreffen, um es noch möglichst lange so genießen zu können, und großen respekt empfinde ich für die, die trotz harter schicksalschläge und krankheiten ihren mann und ihre frau stehen, kämpfen und die hoffnung nicht verlieren. ich wünsche uns heute, von herzen beste gesundheit.
samstag morgen passierte etwas unerwartetes. unerwartet deswegen, weil die vorkehrungen für einen solchen fall, meinerseits auf später verschoben wurde. diese sch**** vista schmierte mir ab, auf meinem neuen schläppi. keine vier wochen nach dem kauf, breakdown. das warf meine pläne fürs wochenende komplett übern haufen. offensichtlich konnte das betriebssystem mit der sitation nicht umgehen, während eines softwareupdates heruntergefahren zu werden. der rechner hängte sich auf und versuchte endlos an dieser stelle, an der er abgewürgt wurde, wieder anzuknüpfen. ich hätte mir die haare raufen können, nach einigen telefonaten mit einem freund und denen die doch nicht blöd sind, war es nämlich klar - kein backup, keine wiederherstellung des aktuellen abbilds. nur recovery vom originalzustand. das kommt davon, wenn man seine daten nicht sichert. ich konnte ja nicht ahnen daß dieses betriebssystem so empfindlich ist. das wäre mir mit xp sicher nicht passiert.
also alles auf anfang mit den recovery disks vom originalzustand und von vorne installieren: firefox statt explorer, donnervogel einrichten, das mädchen aus dem wunderland installieren, usw usw. das war meine wochenendaufgabe. jetzt, bin ich selbstverständlich wieder da, wo ich freitag abend noch war (mit ein paar wenigen verlusten) und jetzt auch im besitz eines backups, den ich mir nun angewöhne monatlich zu aktualisieren. das…passiert mir nicht mehr
reiss dich zusammen, atme tief durch, halt einfach den mund. kennt ihr die situation, in der man genau weiß, wenn jetzt nicht ruhig bist, dann eskaliert es? wenn du jetzt nicht klein beigibst, dann kracht es? jetzt ist so ein moment. das war vor 2 stunden. jetzt, nachdem ich durchgeatmet habe, mich ausgekotzt habe und sich mein verstand eingeschaltet hat, bin ich wieder mild. ich habe nachgedacht und den stein des ärgernisses beseitigt. seit monaten hab ich mir es immer wieder angehört, immer und immer wieder. obendrauf habe ich gemerkt, daß es nagt und nervt. und heute ist der letzte tropfen in das fass des unmutes geplätschert und ich habe reagiert. dem einen leid, ist dem anderen freud. so kommt es daß sich jetzt ein dritter freut, über etwas was ein anderer gar nicht haben wollte.
… wenn ich mir nicht alles aufschreibe, oder von meinem handy daran erinnern lasse, sickert zur zeit jede nichtigkeit unbearbeitet durch die windungen meiner grauen zellen.
9:30 uhr - tee wasser aufgesetzt und kanne mit 2 beuteln bereitgestellt
10:30 uhr - erneut teewasser aufgesetzt weil vergessen aufzugießen und wasserkocher bereits von anderen geleert wurde
11 Uhr bis 12 uhr - meeting und einen steigenden durstpegel
12:05 uhr - erneut wasser aufgesetzt weil wieder vergessen und wasserkocher bereits wieder von anderen genutzt wurde
12:23 uhr - kanne steht jetzt ziehenderweise mit 2 beutelchen “innere ruhe” auf dem schreibtisch. endlich… aaaaaaaarrrrrrrrrggggghhhhhhh
meine güte, daß war ein morgen. wenn mir zwischen 06:00 und 08:00 uhr jemand dumm gekommen wäre, ich glaube ich wäre zum amokläufer geworden. es ging schon damit los, daß es mich kurz nach verlassen der wohnung beinah auf den hosenboden gelegt hätte. spiegelglatt! dann stellte ich fest, daß ich vergessen hatte, meine schutzmatte auf die frontscheibe des bienchens zu legen, somit war eine üble dicke schicht draufgefroren! arrrggghhh! gerade so, ein sichtfeld freibekommen, drängte auch schon die zeit. schnell schnell, die sbahn, dachte ich. ich fuhr die steige runter und bremste kurz vor der abzweigung und dann schlidderte ich. ich rutschte rutschte rutschte, und ich idiot, statt von der bremse zu gehen, kam ich gerade noch einen halben zentimeter (querstehend wohlgemerkt) vor einem parkenden auto zum stehen. der schreck saß tief und lähmte mich für einen moment, bis im hinterkopf die sbahn wieder bimmelte. aber es war zu spät, als ich stolpernd den bahnsteig betrat und meine hand den türriegel erreichte, waren die türen bereits verriegelt. ich konnte nur noch zusehen wie sie ohne mich abfuhr. mein vorbeifahrender IC gab meinem frustfaktor nur noch eins drauf. ich hätte morden können. zu allem überfluß mußte ich dann mit meiner laune auch noch in den regio sitzen. wie ich das hasse, mit der ganzen kiddiesschar regio fahren zu müssen. dieser ratternde bummelzug mit diesen morgens extrem aktiven und lauten kindern. auweih, die mentale überwindung dieser ereignisse hat mich bis jetzt auf hochtouren fahren lassen. mann mann, adrenalin ist aber auch echt harter tobak früh morgens!
…habe ich eben die saftige strafe, über die ich mich im grunde meines herzens freue. klingt komisch, ist aber so. ich erzähl mal vom anfang: als ich das letzte mal bei meinem zahnarzt war und mir mal wieder ein neues krönchen abholte (ein zahn war mir beinah komplett rausgebröselt), wollte ich nach der behandlung nur noch heim. ich tuckerte aus dem ort und war in gedanken schon fast auf meinem sofa, wunden lecken. wie die meisten menschen, gebe auch ich schon recht zeitnah gas, wenn das ortsende abzusehen ist. was ich vergaß war, daß an dieser stelle nur 30km/h erlaubt sind und das dämliche ortsschild ziemlich weit draußen steht, laaange nachdem die letzten häuser schon vorübergezogen sind. und dann paff, geblitzdingst. heiß wurde mir, als ich feststellte, shit…. ich hab doppelt so viel drauf gehabt, als erlaubt war! 4 wochen zappeln und bangen, dann kam die anhörung. 24 km/h zu schnell. ab 26 km/h zu viel hätte ich den führerschein 4 wochen abgeben dürfen. heute habe ich die strafe bezahlt. bittere 73 euro und einen punkt in flensburg, aber die süße erkenntnis am führerscheinentzug haarscharf vorbeigeschrammt zu sein.
das hab ich neulich gehört, als ich ich mich über etwas ärgerte. ist das nun gut oder schlecht? es klingt sehr gut, zunächst. aber wie klingt das bei näherer betrachtung? wir begegnen alle, täglich, vielen menschen. und leider sind viel zu oft, wirklich schwierige zeitgenossen dabei. muß ich denn mit jedem gut auskommen? muß ich mich denn wirklich allem aussetzen? will ich weiter gleichklang heucheln wo keiner ist? ich glaube, jeder von uns ist so beschäftigt in seinem alltag, daß er es genießt seine freizeit mit angenehmen dinge zu füllen. wenn nun aber jemand oder etwas unangenehm ist, warum sich dann damit abgeben? ich bin es leid, mit aller gewalt zu versuchen, mit jedem menschen gut auszukommen. ich bin es leid, still zu sitzen und mir peinliches und unangemessenes benehmen reinzuziehen. ich mag einfach nimmer meine zeit mit negativen vibes verschwenden. und dann kommt der tag, da platz mir der kragen und ich offenbare meine haltung und ziehe meine konsequenzen. das muß erlaubt sein, den ein jeder hat seine schmerzgrenze. das leben ist zu kurz um sich zu ärgern. und deswegen umgebe ich mich lieber mit menschen die mir guttun, die in mein schema passen und mir nicht die laune versauen. das mußte einfach mal gesagt werden. klingt egoistisch, ist auch so. denn schließlich stecken wir alle erstmal in unserer eigenen haut.
samstag war es soweit. morgens schweren herzens packten wir alle ihre habseligkeiten zusammen. sie ahnte nichts. nicht mal als sie in ihr transportkörbchen geschoben wurde und wir mit ihr eine lange fahrt antraten. wir brachten sie in ihre neue heimat. der nachmittag gestaltete sich spannend für finchen. sie fuhr eine halbe ewigkeit auto, das letzte drittel der fahrt schien sie zu genießen, bis sie dann
doch kurz vor ankunft, den mageninhalt ins körbchen entleerte. aufregend war dann auch die neue umgebung: viele, fremde gerüche fand sie vor auf gruppe isabelle, in der villa der regens-wagner-stiftung. viele menschen, und noch was anderes roch sie, ihr bis dato unbekanntes. irgendwann, als sich finchen langsam aus dem körbchen traute, wurde die neugierde dann doch größer als die vorsicht. sie erkundete ihre umgebung, stöberte, schnüffelte… und dann entdeckte sie ihn, flecki - den hausherrn
auf gruppe isabelle. das war ihr nicht geheuer, ihm aber wohl auch nicht. sie gingen sich erstmal aus dem weg, respektvoller zimmerwechsel. in einem moment der überschwänglichen neugierde und abenteuerlust, verabschiedeten wir uns im innern von ihr und stahlen uns schweren herzens davon. byebye meine kleine… *snief* heute, einige tage ohne alarm-notrufen oder eskalationsmeldungen und doch großer innerer unruhe und ungewissheit, trafen diese bilder ein. sie scheint sich wohl zu fühlen, hat schon alle bewohner kennengelernt und, man höre und staune, mit flecki das wohnzimmer zum schlafen geteilt. erleichterung und zuversicht mischen sich jetzt unter trauer und abschiedsschmerz. byebye meine kleine…
wunderbares wetter, milde luft und warme 20 grad schenkte uns gestern petrus. das war das ideale wetter um an seinen letzten tag noch einen besuch auf dem cannstatter wasen zu machen. wir trafen freunde an der fruchtsäule und los gings ins erste fahrgeschäft. ich liebe das, je doller desto besser. das ding war klasse, machte richtig spaß. kribbeln im bauch, lachkrampf, und fliehfliehfliehkräfte! danach machte ich jedoch einen fehler. ich ging mit ins maxximum. das höllenteil fand ich vor 2 jahren schon richtig supergeil und es brauchte keine überredungskunst, daß ich mitfuhr. und dort passierte es… als die schaukel an ihrem höchsten punkt angelangte, und die kabine in sich zusammenfiel, gab mir die fliehkraft einen stoß, direkt in den nacken. ich fand die fahrt hammermäßig spannend, jedoch wußte ich sofort, irgendwas ist in meinem genick passiert. ich versuchte noch 2 weitere fahrgeschäfte um es wieder “geradezubiegen” aber es wurde nicht besser, nur noch schlechter. abends auf der heimfahrt war mir schon ganz schlecht, von diesem flächendeckenden schmerz auf meiner gesamten rechten hälfte. später auf der couch konnte ich mich schon nimmer richtig bewegen. die nacht war die hölle, alle 2 stunden wachte ich auf von stechenden schmerzen zum positionswechsel. jetzt ist es erträglich, aber nur weil ich meine bewegungen stark einschränke. ich bewege mich wie mein vater, wenn er eine zug bekam und den nacken steif hielt. das ist meine strafe, dachte ich heute morgen schon. meinen vater, hab ich immer ausgelacht, wenn er seinen nacken so steif hielt… und jetzt, gehts mir genauso. aua, ich werd alt….
“ankommen ist eine sache. du mußt aber auch langsam anfangen dich dort niederzulassen” sagte meine pina heute beim mittagessen. wie recht sie doch hat. 4 monate sind vergangen und ich habe mich noch nicht um einen neuen haus-, zahn- und ladysarzt in der neuen heimat gekümmert. und was noch viel schlimmer ist, ich pendel immer noch zu meiner nageltante nach niemandsland. dort muß ich schließlich im 5-wochen-takt hin. gestern abend jedoch, da fiel es mir wie schuppen von den augen. ich kann so nicht mehr weitermachen, ich muß (bis auf die arbeit vorerst) meine “bindungen” in die alte heimat kappen. ich kann doch nicht weiterhin 110 kilometer zur nagelmodellage fahren. das geht doch nicht. gut, ich fahr von der arbeit aus dorthin, aber das sind trotzdem 35 kilometer in die falsche richtung. gestern abend war ich wieder dort und ich war nachts um halb elf zuhause von meinem termin um 18 uhr. das kanns nicht sein. und wie ich mir das sage, auf dem weg nach hause, gedankenverloren im auto, stelle ich fest, in der neuen heimat hat an der hauptstraße ein nagelstudio aufgemacht. ob der da oben mir damit auf die sprünge helfen wollte? heute morgen habe ich die preise verglichen. 110 kilometer und 31,60 euro gegen 1,5 kilometer und 40 euro…. ist doch wohl klar was ich mache, oder? und im urlaub kümmere ich mich um die ärzteschaft.
der heutige wurde der tag der abrechnung. abrechnung mit mir und meinen letzten 12 wochen leben. so kann es nicht weiter gehen, schreite meine umwelt. zumindest empfand ich es so. freundin c. erwartet mehr einsatz von mir, ich bin schließlich ihre beste, ihre einzige und ihre trauzeugin. wahrscheinlich erwartete so manches auch die freundin, die sich seit einiger zeit abgewandt hat, von mir und meinem leben. die sich längst wie eine flüchtige bekannte verhält, als wie eine enge vertraute, die sie einst war. wahrscheinlich denkt das auch meine familie, bei der ich mir zur zeit recht spärlich melde. und ehrlich gesagt, merke ich selbst auch, das stillstand mich lähmt. aber ein winzigkeit spricht gegen diese hohe erwartungshaltung die das leben an mich stellt: der tag hat nur 24 stunden! von der 24 gebotenen, sitze ich täglich 2,5 im zug, verbringe ich 1 täglich im badezimmer, mindestens 8 bei der arbeit, und schlafe 7, was für meine bedürfnisse die unterste grenze ist. hey, da bleiben doch glatte 5,5 stunden für alles andere! wenn das nichts ist?! mit 5,5 stunden kann man doch superviel anfangen. vom wochenende mal ganz abgesehen. ab jetzt aber bitte ein bißchen mehr einsatz und engagement, fräulein schoki. reiß dich gefällig mal am riemen und tu, was deine umwelt von dir erwartet: funktioniere! als erstes fange ich wieder an, mir zeit für mein blog zu nehmen. ich brauche einfach mein schreibventil; ohne diesem, werde ich sonst noch ganz balla im schädel. außerdem folgern die menschen schon, ob mit mir alles in ordnung sei, da mein blog ruht. und als nächstes nehme ich mir wieder zeit für das wichtigste im leben, partner, freunde und familie. danke freundin c., du hast recht, das wichtigste im leben ist erstmal das leben selbst. raus aus der lethargie, rinn in die bulletten….
