Archive for April, 2012
vergangenes wochenende blieb ich in der alten heimat. ich verbrachte das ganze wochenende dort. dank emy hatte ich einen schlafplatz deluxe in ihrem neuen haus und fühlte mich wohl und willkommen. der anlaß war ein volkshochschulkurs. der kurs hieß “wer hat lust eine nana zu bauen?” wir entschlossen uns dazu, nachdem uns ein paar wochen zuvor eine kollegin von ihren erfahrungen im nana bauen berichtet hatte und uns bilder von der session zeigte. ich war überzeugt als sie sagte: “das formen und malen war fast wie
therapie”. das wollte ich auch! so kam es daß die lieblingkollegin, meine emy und ich, gemeinsam zu diesem kurs antraten. wir waren 9 frauen; 8 neugierige und die kursleiterin, alle zwischen 33 und 68 jahre alt. nach dem ersten tag hatte ich die befürchtung, wir 3 hätten es übertrieben und wären zu laut und zu negativ aus der gruppe aufgefallen, denn wir waren so spaßig unterwegs, machten scherze, witze und klopften sprüche, daß sich die balken bogen. ich hatte einen megaspaß, ob die anderen es mochten, konnte ich nicht einschätzen. doch die hemmungen sanken ganz schnell und bis zum dritten tag, solange dauerte
der kurs, waren alle gut drauf, öffneten sich und scherzten miteinander. wir bastelten also einen nana. am ersten tag entstand das gerippe sozusagen. wir formten aus maschendraht körper, kopf und beine, verbindeten die teile und banden den drahtigen körper an einen besenstiel. das dauerte den ganzen freitag. die hände litten unter der aktion, maschendraht schrammt die hände ganz schön auf. abends bei nem glas wein merkten wir ganz schnell, wie sehr die hände unter dieser arbeiten gelitten hatten. samstag begannen wir dann damit, den körper mit zeitungspapier zu überkleben. mit kleister formten wir pappmaschee und, stück für stück wuchs die erste haut der nana. die zweite hautschicht bestand dann aus weißem papier. danach mußte sie trockenen. so beendet wir den kurstag bereits
gegen 15 uhr. emy und ich gingen spazieren und schauten abends einen film zusammen, tranken wein und quatschten nicht mehr allzulange. sie bekochte mich fürstlich und ich fühlte mich sehr wohl bei ihr. der dritte tag war dann der schwierigste, fand ich. fertig und eigentlich müde von den beiden anstrengenden tage davor, ging es nun daran die nana zu bemalen. kreativ zu werden, farbe und motiv zu wählen und ihr ein buntes äußeres zu verpassen. irgendwann stand sie dann, die idee. sterne sollten es sein. rot und grau sollten dominieren. und noch bevor ich mich versah, vertiefte jede von uns in zeichnen malen,
tupfen und streichen. beinah alle damen versanken konzentriert in ihre malkünste. und ich glaube fast, keine hatte es am diesem tag geschafft, ihre nana zu versiegeln. doch das fastfertige ergebnis konnte sich sehen lassen. müde aber glücklich, trennte ich mich dann abends von meiner nana und überließ sie der lieblingskollegin. rückblickend war das ein super entscheidung diesen kurs zu machen. einfach mal weg, und den kopf frei bekommen. dabei etwas entstehen zu lassen, wachsen zu lassen aus der kraft der eigenen händen und aus einer kreativen idee heraus. dabei mitgleichgesinnten zeit verbringen und spaß zu haben, das war jede minute anstrengung und jede sekunde zu wenig schlaf und erholung wert. drei tage nach beendigung des kurses, brachte mir die kollegin dann die nana mit dem auto nach hause. nana hat jetzt im gästezimmer ihren platz gefunden und wartet darauf, daß ich meine letzten ideen auf ihrem astralkörper bringe und sie fertiggestellt wird…. und dann, würde ich gern nochmal eine bauen….
… wie die nana, die meine lieblingskollegin gebastelt hat. hehe, ich spreche in rätseln, ich weiß. aber alles zu seiner zeit, in den nächsten tagen, werde ich über das letzte wochenende und den nana-bau erzählen. das neue nägeldesign ist sozusagen, der vorgeschmack darauf. frühlinghaft frisch und mal wieder eine ganz neue entscheidung mit einer noch nie gewählten farbe. mir gefällts.
bananen
schnittlauch, zucchini
mango
äpfel
karotten
irgendwann beschloß ich, einfach nicht mehr darüberzu reden. suchte das weite und hoffte daß der abstand mich vergessen ließ. doch dann geschehen dinge, die alles wieder aufreißen. und dann kann ich plötzlich nimmer drüber reden, habe hemmungen menschen damit zu behelligen, die umwelt zu nerven mit dingen, die sie nichts angehen, nicht interessieren könnten oder sie diese gar nicht hören will. doch es frißt mich von innen auf. jetzt wo meine omi in einer welt zwischen hier und dort schwebt, ist
es unerträglich schmerzhaft in mir. alles will raus, die gedanken kreisen und alle organe stehen auf alarm. wenigen habe ich mich bisher anvertraut. und immer fühlte ich mich komisch danach. doch dieses wochenende war entweder die zeit reif, oder hat sich was gelöst in mir. 2x an diesem wochenende sprach ich mit freundinnen darüber, was mich ausmacht, was mich umteibt und woran ich leide. und beide situationen waren auch im nachhinein richtig. vielleicht ist das maß so voll, daß es raus will. vielleicht muß ich aber einfach nur lernen, mich wieder zu öffnen….
radieschen, lauch
butternut kürbis
bananen
orangen
äpfel
selten hab ich mich so hilflos und ohnmächtig gefühlt, wie die letzten tage. ostern 2012 war ein ostern des schmerzes, der trauer und der ohnmacht. zugegeben gepaart mit wut und hilflosigkeit war es ein vernichtendes ostern. ich fühl mich leer und ausgelaugt, als hätte ich die 4 tage durchgearbeitet. ablenkung funktioniert nur temporär. selten habe ich so viele menschen in so wenig tage weinen hören und sehen. tränen, so weit die wasserdurchtränkten augen sehen können. tränen der ohnmacht, des schmerzes und der ohnmacht. der eine weint um seine verlorene liebe, vor dem scherbenhaufen seines jungen lebens. der andere weint um sein kind, aus angst und ohnmacht, es leiden zu sehen. und andere wegen des abschied der ihnen bevorsteht, abschied von dem menschen dem sie ihr leben verdankt. und ich weine mit all diesen, aus der selben angst, ohnmacht und trauer, einen menschen zu verlieren, der mich mein ganzen leben begleitet hatte, den ich mehr liebe als alles andere auf der welt. nie hätt ich gedacht, wenn dieser tag mal kommt, das es mich so schmerzen könnte. und ich hoffe immer noch, das jetzt noch nicht die zeit ist, abschied zu nehmen. zum glück gibt es menschen die in dieser zeit bei mir sind. mich trösten und halten. und ich bin in gedanken bei ihr und drück sie ganz fest, halte ihr die hand, ob sie nun bleiben oder gehen will… wie es sich wohl anfühlt, da wo sie jetzt ist? ob sie mich hören und fühlen kann? ob sie wohl spürt daß jemand bei ihr ist? … ganz schlimme ostern sind das, doch sie wären viel schlimmer gäbe es nicht die menschen, die uns halten….
zur zeit bin ich immer im verzug mit meiner kiste… jedenfalls hier. heute kommt schon die neue und ich hab die letzte noch gar nicht dokumentiert. der bärlauch war übrigens superlecker. 2 kleine gläser pesto hab ich daraus gezaubert.
radieschen
chinakohl, brokkoli
clementinen, fenchel
kiwi
birnen





