Archive for März, 2007
…einer der einen wunderschönen weg ging und sich der landschaft und deren wirkung auf die seele erfreute und entbehrungen, die er als solche nicht empfand, in kauf nahm um diesen schönen weg weiterzugehen. er ging und ging und liebte es immer mehr diesen paradisischen weg zu gehen. hier und da lag auf dem weg auch mal ein stein, den er wegkickte und spielerisch in ein immaginäres tor schoss. manchmal wurden die steine auch grösser und spitzer, sie bohrten sich tief in die haut beim hineintreten. er schüttelte den schmerz ab und ging weiter seines weges, denn das milderte nicht im geringsten die schönheit und anmut dieses weges. und er hatte ja das noch nicht sichtbare ziel deutlich vor dem inneren auge. an guten tagen lief er und stolperte auch mal, säuberte sich die wunde und lächelnd lief er weiter, genoss die landschaft und schnupperte an ein paar blumen, die den wegesrand zierten. er nahm zwar das tempo raus, aber hatte immer noch das ziel vor seinem inneren auge. und dann passierte es. er kam an einen punkt des weges, an dem ein grosser steinhaufen lag. einige kamen ihm bekannt vor, es waren die, die weit weg gekickt hatte. sie waren da und versperrten ihm zumindest scheinbar den weg. er fluchte und schimpfte, so kurz vor dem ersten sichtbaren zwischenziel, das er bereits am horizont sehen konnte. er war verunsichert, wie die steine sich da alle nur sammeln konnten, einfach mitten auf seinem wunderschönen weg. er wetterte vor sich hin und betitelte die steine, als das was sie für ihn waren “blöde scheiss spitze steine”. die landschaft verdunkelte sich etwas, irritiert von diesen harten worten wie sie hier selten zu hören waren, die blumen schlossen sich vor schreck für einen augenblick und die vögel die zwitscherten hielten einen moment inne. doch er lief weiter, gab nicht auf, sammelte sich und lächelte wieder…und es heiterte wieder auf. und da… plötzlich, konnte er es wieder sehen, ganz leicht glitzernd am horizont, lächelnd und so unendlich schön.
also gut ich gestehe. angeregt durch pias geständnis erzähle ich nun eine meiner kotzgeschichten. ganz recht, da gibt es durchaus mehrere, war ja schliesslich auch mal jung und ausgelassen. also ich war mit freunden unterwegs, wir hatten uns durch sämtliche theken stuttgarts gejägermeistert und landeten irgendwann im berühmt berüchtigten afterhour-club stomp. als ich eintritt stiess ich gegen eine wand, nebel und harte dumpfe bässe liessen mich erstarren und meinen magen kollabieren. ich stieg die treppen runter, ich dachte das packst du schon, reiss dich zusammen. aber der harte beat, das strobo-gewitter und der undurchdringliche erdbeernebel liessen meinen magen routieren. auf halber höhe der treppen die in den club und direkt auf die tanzfläche führen, konnte ich es nicht mehr halten. ab da ging es schnell. ich blickte nach rechts, ich sah einen zigarettenautomat und daneben links auf einem hocker ein junges mädel sitzen. ich lief auf sie zu, konnte noch “tschuldigung” murmeln und dann brach ein schwall der erleichterung los, der genau zwischen ihren beinen und dem zigarettenautomat zur ruhe gebettet wurde. ich rappelte mich auf, und entschuldigte mich, es täte mir so leid und so weiter. das mädel blieb ganz cool sitzen, sagte nur “passt scho” und wippte weiter zur musik. ich schüttelte mich kurz bestellte mir ein wasser und stürmte zum unauffälligen taumeln auf die tanzfläche für weitere 3 stunden.
vor ewigen zeiten hatte ich mich bei last.fm angemeldet um es anschliessend wieder total zu vergessen. seit ein paar tagen finde ich begeistert gefallen daran, weil die liebe pia mich dort entdeckt hat und mir diese plattform dadurch wieder ins gedächtnis zurückgerufen hat. webradio der besonderen art, würde ich es nennen. du wählst einfach die musik die dir gefällt, oder den künstler dessen musik dir gefällt und last.fm stellt dir ein musikprogramm zusammen. durch anlegen der lieblingssongs bekommt dein profil ein musikalisches gesicht und du jede menge geiler songs um die ohren gehauen. besonders nette klangliche untermalung, wenn du sowieso am rechner sitzt und spazierenliest. und sie…, hab ich auch bei last.fm gefunden.
probiert es mal aus. macht spass und… schoki ist auch da!
bildquelle: http://www.studiomoustache.com/blog/2006/03/
… ist ein ganz filigranes zerbrechliches gut, das bei kleinster erschütterung in sich zusammenfällt. es ist beinah unmöglich die zertrümmerten teile in das kostbare gut wiedereinzufügen. was einmal zerbrochen braucht jahre restaurationsarbeit um wieder in die alte form zu kommen. sehr schade, aber es ist so. viele menschen geben grossmutigkeit vor und heucheln eine schnelle restaurationsphase. sie gaukeln sich vor, sie könnten selektieren und erfahrene vertrauensbrüche verarbeiten und würden diese nicht auf andere menschen spiegeln. blödsinn, sag ich. ich bin ein mensch, mit einem schlagenden herzen in der brust und einem arbeitenden gehirn in meinem schädel. alles was mir im leben widerfährt wird empfunden, erlebt, verarbeitet und abgespeichert in ein und demselben körper, seele, geist. alles, was danach kommt steht unter dem einfluss der gemachten erfahrungen. alles und jeder. ob wir uns das eingestehen wollen oder nicht. wenn eine katze gewohnt ist schläge von einer frau zu bekommen, wird sie sich bei frauchenwechsel im zweifelsfall immer ducken und abhauen wenn die handbewegung den anschein eines schlages zulässt. und erst wenn die hunderte handbewegung gut gegangen ist und dann doch kein schlag war, erst dann versteht sie dass sie niemand mehr schlagen will. schmerz will ausgeheilt werden, trauer will verarbeitet werden, enttäuschungen wollen geheilt werden und vertrauen will neu gewonnen werden. die kunst allerdings ist es, jeden tag als neue chance zu sehen, all die positiven aspekte des lebens zu erfahren und zuzulassen und nicht zu ermüden und keinesfalls zu kapitulieren vor den negativen dingen die einem im leben so widerfahren. unsere enttäuschungen dürfen uns nicht erdrücken, sie prägen uns wohl aber sie sollten uns nicht zerstören dürfen. ich, für meinen teil, kämpfe jeden tag aufs neue mit den dämonen meiner vergangenheit und meiner persönlichkeit und hin und wieder … gewinne ich auch.
werte leser, wenn ihr mal ins schwabenländle kommt, ist es wie in anderen regionen. ihr könnt mit dem wissen bestimmter eigenartiger bezeichnungen bei den einheimischen punkten. zum beispiel mit
herrgottsb’scheisserla
ich kannte den ausdruck lange nicht, fand aber die geschichte um diese bezeichnung total niedlich. deswegen möchte ich diese meinen lesern und werten miträtslern nicht vorenthalten und gebe sie bei lösung preis. also, auf die plätze…fertig…los!
eine nette sonntag vorabendunterhaltung hatten wir gesucht und diesen film gefunden. in den hauptrollen kevin costner als ben randall ein alternder hochdotierter rettungsschwimmer und als zielstrebigen rettungsschwimmer-nachwuchs namens jack fisher, ashton kutcher. kurz zur geschichte: nach dem verlust seiner crew bei einem tragischen einsatz zieht sich ben randall zurück. er will nicht in den innendienst muss sich aber eingestehen, dass er durch die ereignisse nicht einsatzfähig ist. er beginnt als lehrer den rettungsdienst-nachwuchs auszubilden. unter den nachwuchstalenten fällt besonders der junge talentierte schwimmer jack fisher auf. er wirkt streberhaft und wird prompt in ben randalls mangel genommen. irgendwann stellen sie fest, dass sie sich änlicher sind als sie es vermutet hätten und freunden sich an. toller film, mit wunderbaren optischen und emotionalen elementen. das einzige was mir nicht gefallen hat ist die typische amerkanische army-manier in der dieser film die ausbildung der rettungsschwimmer darstellt. das strenge militärgehabe, der drill und lächerlich das ständige ausrufen des schlagwortes der schwimmschule, HURRA! das ende ist leider auch kein happy end, es endet dramatisch und heldenvoll. schokiprädikat: ganz nette ”verregnete-sonntag-nachmittag-unterhaltung”. ein wenig mehr hintergrund gibt es bei moviemaze und kino.de nachzulesen.
anmerkung am rande: was zum henker findet demi moore nur an diesem milchbubi? ach, ich erinnere mich dunkel… sie hatte damals ja auch den überkerl bruce willis mit dem zu dieser zeit noch milchgesichtigen leo di caprio betrogen. paparazzis hatten die heimlichen treffen bildlich festgehalten… tztz…
leider konnte ich die ersten 45 minuten der verleihung des “wichtigsten europäischen musikpreises” nicht verfolgen. oder gottseidank? jedenfalls blieb mir der so umstrittene auftritt eines yusuf islam erspart, die siegerehrung der lafee ging auch an mir vorbei und den auftritt von “the butt” lopez verpasste ich leider auch. ich schaltete ein, da räkelte sich gerade die jetzt dunkelhaarige catterfeld zu den klängen eines mousse t. auf der mattscheibe. meine gesammelten eindrücke:
- den neuen song von yvonne catterfeld zusammen mit mousse t. fand ich klasse. geile performance, super song, genau mein geschmack. unglaublich, seine handschrift ist echte glamour-garantie
- absoluten sympathiebonus durch die tränen der rührung bekommt herr siegel. noch nie ist er mir so sympathisch erschienen wie gestern nacht. und wow, ich wusste gar nicht, dass so viele songs die ich aus meiner kindheit kenne, aus seiner feder stammen. hut ab!
- die aktion “deine stimme gegen armut” vorgestellt durch bono vox hat mich tief berührt. bin auch sofort zum laptop geeilt und wollte sofort meine stimme abgeben, aber das wollten wohl zu diesem zeitpunkt andere auch. der server war down. die laudatio von michael mittermaier an bono für sein engagement war echt beeindruckend und bono’s rede anschliessend war weltbewegend. ich wusste dass dieser mann absolut engagiert ist, aber so… das übertraf meine kühnsten erwartungen!
- der auftritt der no angels gefiel mir sehr gut. das sind halt echte bühnen profis mittlerweile. routiniert, ästhetisch, überzeugend. ich fragte mich nur, wie monrose das als wohl wegstecken?
- bushido fand ich krass. irgendwie unsympathisch. nicht wegen der harten sprache in seinen texten. nein, irgendwas an seiner aura stösst mir auf. ich hab noch nicht ausgemacht was.
- katie melua ist echt ne niedlich person, aber das kleid war sehr unvorteilhaft. diese wahl war, ums mal förmlich auszudrücken, ungeschickt.
- absoluten sympathieplus für michi beck und thomas d. für ihre nette laudatio für die beste künstlerin international. sind halt doch wahre wortspiel-künstler.
- irgendwie hat mir xavier naidoo bei dieser auszeichnung gefehlt. wo war der bloss?
- die tonqualität beim tokio hotel auftritt war grauenhaft. es leierte und eierte… oder musste das so sein?
hier kann man die gewinner in den jeweiligen kategorien nachlesen, und hier und da wie die presse die show erlebt hat. schokiurteil: man hat definitiv nicht wirklich viel verpasst, wenn man die verleihung nicht gesehen hat, ausser einige peinlichkeiten und genug beweihräucherungen. :roll:
gestern bin ich seit langer zeit mal wieder im secondhandladen meines vertrauens gelandet und auch prompt (wie jedes mal) in einen netten small talk verwickelt worden. wie es aussieht, sind die sympathie auf beiden seiten da und der wille in ein zwangloses gespräch zu verfallen ebenfalls. diesmal war auch die mutter der besitzerin da und mischte auch gleich verbal mit, beim thema kinder und erziehung. sie erzählte wie sie nach amerika auswanderte in den siebziger jahren und dort mehrere jahre lebte. es hätte ihr super gefallen, aber als es um die einschulung ihres älteren jungen ging, entschlossen sie sich zurückzukehren nach good old germany. ich wurde neugierig und fragte sie, was genau der grund war für diesen entschluss. sie sagte, es wäre wunderbar gewesen, dort wo sie lebten, aber als siebzigern begannen die amerikanischen schulen “zu mischen”, war das grund genug für sie, ihre fühler wieder gen heimat auszustrecken. ich verstand nicht, was sie mir sagen wollte. irgendwie aber hatte ich eine böse ahnung… sie sagte: “wissen sie, damals fingen sie an die schulklassen zu mischen, schwarze kinder zu den weissen kindern…” ich glaubte nicht, was ich da hörte. “das gefiel uns gar nicht, also bat ich meinen mann sich nach jobangeboten in deutschland umzusehen, bevor der junge eingeschult wird. so kam es dass ich nun seit 31 jahren wieder hier in gi***** lebe. sonst wären wir vermutlich nicht zurückgekehrt”. ich erstarrte vor dieser offenheit und diesem unterschwelligen rassismus. und bitter lächeln musste ich, weil seit jahren die klassenzimmer in deutschland nicht nur menschen mit unterschiedlichen hautfarben beherbergen sondern auch noch mischkulturen sind aus verschiedensten ethnischen und geografischen herkünften. ob sie wohl zurückgekehrt wären, wenn sie das geahnt hätten? zieht doch einfach eine mauer hoch rund um deutschland, dann müsst ihr euch nicht mit ausländern auseinander setzen. aber der türkeiurlaub…, der ist dann aber auch gestrichen!
…blüten hab ich insgesamt gezählt, zwei sind noch geschlossen…. vor einiger zeit bewundert ich diese tollen blüten bei emily. orchideen faszinieren mich, sie sind so filigran und eigenartig. wunderschön und majestätisch. ich erwähnte in den kommentaren dass ich gespannt darauf wäre, wie meine orchidee wohl aussehen wird, wenn die zahlreichen blüten aufgegangen sind. daraufhin bat emily um ein paar bilder. nun ist es soweit, sie blüht seit tagen wunderbar und prachtvoll:
dieses selbstgebastelte stöckchen habe ich schon vor einer kleinen weile von prinzzess bekommen. da ich versprochen hatte es mitzunehmen und weiterzureichen, hole ich das jetzt nach. besser spät als nie:
1.) welches ist dein lieblingstier? alle katzenarten
2.) hast du haustiere? Ja
3.) wenn ja, welche? wollmäuse und ein stubentiger
4.) vor welchem tier hast du die meiste angst? kampfhunde
5.) vor welchem tier ekelst du dich am meisten?
doppelfüsser, die grossen schwarzen fingerdicken… brrr!
6.) welches aussergewöhnliche tier hattest Du schon?
ähm…katzen - oh… und eine minischildkröte und auch mal einen hund.
7.) welches tier würdest du dir nie anschaffen?
meerschweinchen, hamster, chinchillas, vögel… eigentlich alles was der mensch sich so im käfig hält. kann einfach nichts damit anfangen, wenn tiere in käfigen gehalten werden.
8.) isst du tiere? ja, hauptsächlich geflügel
9.) welches tier würdest du niemals essen? katzen und einige andere mehr
10.) welche isst du gerne? fische, krabben, garnelen und krebse
11.) welches tier hättest du gerne? ein ozelot
ich reiche das stöckchen rüber an eine weitere tierliebhaberin, frau sero. büddeschön.
heute gebe ich euch ein neues rästel auf und weil es mal wieder regionale unterschiede gibt, gebe ich euch einfach beide mir bekannten varianten mit auf den rateweg. voilá:
dollaorich und/oder doosorad
ich wünsche viel spass beim rästelraten und einen wunderschönen tag. es grüsst die schoki aus dem doch nicht so verschneiten ostalbkreis.
…ist die feine zerbrechliche balance zwischen laufenlassen und festhalten. zwischen geschehen lassen und steuern, zwischen geben und nehmen. zwischen träumen und sein. nach über einem jahr habe ich vergangene woche das erste mal wieder mit meiner grossmutter gesprochen. ich bin glücklich, diese chance nicht verpasst zu haben. wer weiss ob, ich morgen noch die gelegenheit dazu bekommen hätte. über eine stunde hingen wir am telefon und tauschten die letzten ereignisse aus, als hätten wir nie eine kontaktpause gehabt.
dachte ich mir heute und hab mich halb vier aus dem büro geschlichen. die temperaturanzeige am drehkreuz zeigte 19 grad an und die sonne lachte. nach rückkehr vom zahnarzt mit einem kostenvoranschlag in der tasche und die gewissheit bald einige euronen leichter zu sein, machte ich einen abstecher zum lebensmitteldealer um die ecke, salat, feta und schoki gekauft und beschlossen heute auf das fitnesstraining zu verzichten. manchmal muss man einfach mal loslassen, sagte ich zu mir. manchmal muss man sich von den ewigen zwängen und vorgaben lösen und einfach mal die seele baumeln lassen. du musst dich bewegen damit du nicht einrostest, du musst trainieren als ausgleich zu deiner sitzenden tätigkeit, du musst dich zurückhalten mit dem schokoladengenuss, soviel zucker ist nicht gut. ach was! blablabla. ich muss auch mal wieder das gefühl haben mir was gutes zu tun. nicht immer nur funktionieren und auf dies und jenes zu achten. so fand ich mich kurze zeit später ohne schlechtem gewissen und völlig entspannt auf meiner couch wieder und schwups, nach den nachrichten war ich auch schon sanft entschlummert. 1 stunde ruhe, friede, loslassen und eine packung milka nougat-eier leichter. und jetzt fühle ich mich wieder wie neugeboren. jetzt gibts erstmal lecker salat mit feta und dann wird gebügelt. ach so bevor ich es vergesse, das unwort der woche habe ich vorhin auch gehört: homegrown terrorism. soweit sind wir schon… armes deutschland! ![]()
jetzt sollte es eigentlich so sein dass das morgentliche vogelgezwitscher gute laune macht und zum aufstehen ermuntert. jetzt sollte es eigentlich so sein, dass das frühere aufhellen des tages einen morgens aufweckt und mit leichtigkeit und gutgelaunt aus den federn treibt. aber nein, der körper findet einen neuen grund zerknittert und unausgeschlafen, träge und zerknirscht aus dem bett zu kullern. die frühjahrsmüdigkeit schlägt gnadenlos um sich. der schlaf lässt sich kaum abschütteln und die warmlaufphase hat sich verdoppelt. der sog zurück in die kiste ist kaum zu bändigen und der druck auf den augenlidern kaum kleinzukriegen. anderen geht es wohl auch so, denn alles gähnt und schleppt sich zermartert duch den vormittag, und hofft dass erhöhter kaffeegenuss dem ganzen ein ende macht. alles bewegt sich im spargang, lustlos und unmotiviert, trübsalblasend oder gar schlecht gelaunt. schlörp schlörp, gähn gähn…. ich glaub ich bin urlaubsreif.
sonntag gemütlich beim käsefondue philosophiert und prompt ein neues rätseliges wort serviert bekommen für den schwabendienstag. voilá:
zibeb(ä)
ich sage es lieber gleich wieder dazu, ich kannte es nicht. andere anwesende nicht-schwaben aber auch nicht. viel erfolg beim lösen.
eben entdecke ich eine email, mit meinem puzzle-teil und bitteschön hier kommt es auch schon. was das auf sich hat? nun, ganz einfach. 16 ausgewählte blogger wurden aufgefordert an einer puzzle-aktion mitzumachen und veröffentlichen jeweils ein puzzleteil. derjenige der alle teile findet und das puzzle löst, gewinnt. dazu, und das ist das beste an dieser sache, geht noch eine spende raus an den kinderschutzbund. tolle aktion und super idee. spielregeln und weitere informationen über dieses charity-stöckchen findet ihr bei sabine. also auf gehts leute, findet alle teile und löst mal fix für einen guten zweck. hier alle teile, die ich auf die schnelle gefunden habe:
3. flocke
5. admartinator
6. mizz foxxy
7. in1cognito
8. wulle
9. düsiblog
10. limerick live
11. ela
12. web-junkies
13. heiko
15. fällt flach
“für frieden kämpfen ist wie für jungfräulichkeit poppen!”
gelesen in p.s. ich liebe dich, von cecilia ahern
wut im bauch kann so zerstörerisch sein. wenn sich alles zusammenkrampft und du aus enttäuschung keinen klaren gedanken fassen kannst. unglaublich wie aus simplen fehlen von feinfühligkeit so eine gefühlslawine losbrechen kann. du hörst nichts mehr, nur das pulsieren der gedanken in deinem kopf, dein magen krampft beim grübeln. je näher dir der mensch steht, der das lostritt umso heftiger die körperlichen reaktionen. je weniger du es erwartet hast, umso derber trifft es dich, tief drinnen. von aussen, kann man die explosionen im kleinhirn nicht sehen, doch sie sind da und schnüren dir die kehle zu. und du bist allein, mit dir und deiner wut. ich arbeite an mir, das feuer in mir klein zu halten, damit es keinen grossbrand auslöst. es gelingt mir nicht immer und die beste methode habe ich noch nicht gefunden. doch während ich das schreibe, merke ich, wie es schrumpft, langsam aber spürbar zu einer tänzelnden flamme wird, die noch ein wenig am ego kokelt. teif durchatmen schoki, tiiiiiieeeef durchatmen.
die augen sind immer noch feucht, ein traurig-molliges gefühl im herz und ein schwermütig-zufriedenes gefühl im bauch begleiten das zuklappen des buches. geschafft. ich konnte es nicht mehr aushalten, musste wissen wie es weitergeht und was die nächsten zeilen bringen. seit 2 stunden sitz ich nun hier und lese in diesem fantastischen buch. gejagt von dem hin und her der gefühle die das lesen begleiten, feuchte wangen vom weinen, und von den gelachten tränen schliesse ich nun meine leihlektüre. ich bin so froh, dass ich es gelesen hab. ja, das bin ich. als ich es im november in die hände gedrückt bekam von einer kollegin, besser gesagt von der frau eines kollegen, rümpfte ich innerlich die nase. p.s. ich liebe dich, was ein scheiss titel, bestimmt so eine bescheuerte liebesschnulze. ich hasse liebesschnulzen! und dann dieses dämliche cover, wenn das nicht so ein blöder liebensroman ist, dann fress ich einen besen. ich beschloss aus höflichkeit, weil sie mir doch so eindringlich versicherte dass ich es nicht bereuen würde, es als abkühllektüre zwischen den saunagängen zu benutzen. wenn es nicht gefällt, dachte ich, kann ich es ja lassen. nicht mal die kurzbeschreibung auf dem deckel hab ich gelesen. und dann klappte ich es doch auf… nach wenigen seiten schon, weinte ich die ersten tränen und bekam die ersten lachanfälle. viele frauen, die mich im saunabereich dieses buch lesen sahen, lächelten wohlwissend und sagten sie hätten auch schon das vergnügen gehabt. ich war infiziert, den zeilen verfallen. ein wunderschönes buch, so echt und klar. noch nie hab ich mich so verstanden gefühlt. nie haben mich aneinandergereihte buchstaben so bewegt. traurig, lustig, keine fiktion - das wahre leben, die echten gefühle und alles was uns menschen ausmacht… das alles ist da drin. schoki-prädikat: lesen, lesen, lesen! *snief*
“stell dir vor du hast einen rosa eimer und du giesst ihn mit genuss über ihn”, sagte sie um mich milde zu stimmen. ich hatte damals gerade besuch von einem dieser kollegen, die schon beim betreten des raumes, einem die nacken haare vor ekel und abneigung zu berge sträuben lassen. zum glück haben wir nur eine handvoll dieser sorte, was ein bemerkenswert guter schnitt bei 140 kollegen ist, wie ich finde. angestrengt vom aufgesetzten freundlichsein und pflichtbewusstem auftrag-entgegennehmen fiel dann, als dieser dann endlich den raum verlies, mein gesicht wieder in die wirkliche gemütsverfassung. sie schaut mich fragend an und lachte. “ganz cool schoki, der kann doch auch nichts dafür. stell dir einfach in gedanken vor, wie du ihn mit einem eimer rosa farbe überschüttest, lass dich mental von dem optimierten anblick positiv stimmen und atme tief durch, wirst sehen das wirkt wunder.” ok, dachte ich, wenn der nächste kandidat kommt dann teste ich das gleich mal. prompt kam in dieser woche noch einer der wenigen a****kollegen und wollte etwas. ich stelle mir also vor, wie ich ihn mit rosa leuchtender zähflüssiger farbe übergiesse und wundere mich, warum es nicht funktioniert. ich gehe also in mich und sehe über seinem kopf, schwebt ein dächchen und die rosa farbe läuft links und rechts an ihm vorbei. ihm begegnete folglich die selbe freundlichkeit wie immer. fazit: bei manchen menschen hilft selbst schönreden nichts, man kann einfach nicht jeden mögen.
ein tag wie jeder andere, entspannt und positiv. bis zu dem anruf. sehen wie eine unbekannte nachricht über den hörer abgegeben wird und sich die mimik und die beherrschung des gegenübers verändert aufgrund der erhaltenen information. sehen wir der mensch in sich zusammenbricht und unter schock völlig die fassung verliert. tränen, verzweifelt und erlösend. helfen wollen, trösten wollen, auffangen wollen. das rauschen des blutes im kopf hören und das schlimmste befürchten, es könnte einem kind etwas fürchterliches wiederfahren sein. und dann in einem kurzen augenblick der beherrschung zu erfahren, dass der tod an die elterliche tür geklopft hat. erleichterung über ein unversehrtes kind und doch trauer um einen alten menschen der nun doch von azrael abgeholt wurde. der tod ist allgegenwärtig aber er trifft einen immer, ob direkt oder indirekt, unvorbereitet und mit voller wucht. ich fühl mich schlecht, bin in gedanken bei meiner grossmutter, die ich seit einem jahr nicht gesprochen habe. ich sollte mich mal wieder bei ihr melden, wer weiss wie lange ich dazu noch gelegenheit habe…
heute für alle fans des dienstäglichen rätsels wieder etwas feines aus der schwäbisch-kiste:
endaklemmr
ehrlich, wenn ich es nicht abgelesen hätte, ich hätte es nicht gewusst. wer glänzt mit schwabenwissen?
gestern war mal wieder dvd-in-der-horizontalen-geniessen angesagt. nach längerem überlegen fiel unsere wahl dann auf ein drama, welches ich mir schon seit geraumer zeit anschauen wollte. brokeback mountain spielt im süden der usa, anfang der siebziger jahre. kurz erzählt, geht es um zwei junge cowboys die sich kennen und lieben lernen. sie gestehen sich anfangs nicht ein, dass sie liebe füreinander empfinden und selbst dann, als sie es wissen, versuchen sie ein “normales” leben zu führen mit frau und kindern, und verheimlichen es weiter vor ihrer umwelt. sie treffen sich in unregelmässigen abständen über viele jahre “zum angeln” am brokeback mountain und geniessen die wenigen kostbaren momente in denen sie ihre liebe ohne schranken und ohne verstecken ausleben können. die kulissen um den brokeback mountain ist unbeschreiblich schön, wunderbar wild und weit, scheinbare pure freiheit, ein sagenhafter kontrast zu dem gefühlsgefängnis der beiden hauptfiguren. unglücklich mit der situation, niemals zusammenleben zu können, bricht jack irgendwann aus seinem seelenleiden aus und bezahlt dies dann auch prompt… ein wunderbarer film, ganz und gar nicht anrüchig trotz schwierigem thema. dramatisch und doch ohne kritisch erhobenen zeigefinger verfilmt, greift der regisseur sehr feinfühlig ein genre auf, dass in seiner männlichkeit bisher unantastbar war. umso echter und dramatischer wirkt die geschichte auf den zuschauer. schoki-prädikat: ganz grosses kino!
frau flocke bewarf mich diese woche schon mit tränen und ich komme nun der stöckchen-aufforderung nach. besonders kreativ ist es nun nicht ausgefallen, da der himmel aber seit tagen nichts anderes macht als aus eimern zu heulen, konnte nur das dabei rauskommen. hier meine beitrag zum thema “wintertränen” aufgenommen heute nachmittag aus dem fenster meines büros:

ich reiche weiter an julia und emily. tobt euch aus mädels und haut zu kleinholz was euch mit dem titel “wintertränen” in den sinn kommt.