Archive for Januar, 2006
gedankenverloren auf dem weg nach hause blickte ich eben zum himmel. da war er, der ewige trabant, majestätisch wie aus tausend und einer nacht, nur eine sichel am himmel, so scharf daß man sich daran schneiden kann. am horizont das restlicht der herannahenden stadt und das leise rot-lila des sich verabschiedeten tages.
und da war sie plötzlich aus dem nichts, schnell und doch unübersehbar, direkt vor meinen augen. eine sternschnuppe. sie war so schnell weg, wie sie erschienen war und hinterließ adrenalin. nach abklingen der hitze im kopf, verursacht von dem überwältigendem erlebnis blieb nur der gedanke, daß das ein zeichen war. ein wink, hallo du bist auf dem richtigen weg. alles wird gut.
…gut zu erkennen am dunkelblauen anzug, weißem hemd, krawatte, streng-gegeelten haaren und pokerface-visage sitzen am tisch nebenan. mit einem abfälligen blick in dessen richtung sagt kollege k. trocken:
“kuck, des sin die mit ‘nem braunen ring um dr hals!”
eben fällt mir wieder das gespräch von gestern abend ein. es ging um den lebenswandel einer bestimmten person. ein nettes mädchen wirklich, hübsch anzusehen, ein wenig pummelig vielleicht, aber süß. blond und total gutmütig. aber festgefahren in einer sackgasse. in dieser steckte ich auch mal, aber das ist schon über 10 jahre her. sie ist 28 und sie geht viel aus auf parties und in clubs. dort lernt sie ne menge leute kennen und schnell ist sie auch dabei für mehr. da wird dann ruck zuck auch mal geknutscht, in irgendwelchen ecken gefummelt oder auch mehr. sie geht schnell mit den jungs mit und läßt sich auch mal poppen, wenn sie ihr vorsäuseln was sie zu ihrer bestätigung braucht. aber die liebe die sie sucht, findet sie nicht. traurige geschichte. denn sie ist nicht ohne, aber so festgefahren in diesem irrglauben sie würde damit liebe kompensieren. ersatzdroge sex. scheiss spiel. wie gut daß wir gerade mehr miteinander machen, durch einen gemeinsamen freund. wir werden das mal in die hand nehmen und ihr bei dem rückweg auf den normalen weg helfen, denn mittlerweile eilt ihr ihr ruf voraus und das ist tödlich. dieser ruf zieht die schmeissfliegen nur noch mehr an. nu ist schluß damit, jetzt ist rehabilitierung angesagt, mit 28 sollte frau diese phase längst hinter sich gelassen haben.
sie: “haste kein bob?
ich: “wat is dat denn?”
sie: “na, battery operated boyfriend!”
es war spitzenklasse. einfach alles ist gelungen, am freitag abend. leider konnten nicht alle dabei sein, krankheit, studium, skifahren…. jedenfalls haben wir anwesenden, bereits als wir fein gespeist hatten, tränen gelacht und uns köstlich vergnügt. einer der besten sätze an diesem abend war: “hey, da gibts gar keine pizza auf der karte?” “schatzi, des isch au a trattoria, koi pizzeria”. aufgrund der geschenkten mario barth dvd, natürlich auch hiervon kostproben bekommen, und wie des öfteren in alten zeiten geschwälgt. in dieser gehobenen stimmung sind wir dann noch nach ulm ins citrus. so stelle ich mir einen houseclub vor. sauber, klein, feine ledersofas, hochglanz poliert, angenehme zeitgenossen und humane preise. wir haben gerockt bis die wände wackelten und immer noch über so manches tränen gelacht. zum beispiel über den kleinen italiener der völlig fasziniert von mir sich eine abfuhr nach der anderen eingefangen hat. über den reichen prolo den meine schwester kannte und sein äußeres mit kohle kaschierte. über babyj, wie sie dem prolo mühelos mit nur ein paar ass-shakes eine flasche wodka mit bull aus dem ärmel leiherte. über den schüchternen bodybuilder der nur ein foto mit mir machen wollte und dessen wunsch nicht erfüllt wurde. über t. der “unnarum” absolut shaking unterwegs war und über partyT. die irgendwann sogar auf der box abging. über den schwarzen der casanovamäßig alle viertelstunden mit ner anderen im arm gesehen wurde, über das blondchen auf der toilette die den spruch “du hast dir wohl den geilsten gekrallt” nicht so richtig verstanden hat und über die bedienung die vom geschehen gelangweilt den dementsprechenden gesichtsausdruck parat hatte. der abend stand unter dem motto diiiiirtyy!wenn ich jetzt ein jahr älter aussehe, dann liegt es nur daran, daß das viele lachen spuren um die augen hinterlassen hat. naja, und vielleicht noch am jäger, am prosecco, am wodkabull…..die bilder dazu lade ich hoch, sobald meine kartenlesegerät, ebenfalls ein geschenk, funktioniert. DIE beiden hab ich bei www.onlinepics24.de gefunden.
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….zumindest für mein blog. netztechnisch bin ich wieder da, dank ebola. real war ich nie weg komme aber doch getuned zurück. erstmal muß ich mich heute an die 2.0 oberfläche gewöhnen und an die neue zahl die mich ab heute für den rest des jahres begleitet. jetzt brauch ich erstmal nen schwarzen tee und dann schauen wir mal was der tag so bringt.
nachtrag:
Leider wird es in den nächsten Tagen ohne die alten Beiträge & Kommentare gehen müssen. Strato hatte ein «kleines» SQL-Problem. Der Datenbankdump wird zwar angenommen, aber WP II.- steigt beim Zugriff darauf aus. Nachdem ein paar Anweisungen angepasst wurden, sollte es zumindest ohne Bruch weiterlaufen. Um die alten Daten kümmere ich mich später.
Ich bin ja schon mal froh, dass das Ganze überhaupt geht hier - mit WP 2.0. Laut Technik hätte es wahrscheinlich heute auch mit WP 1.x einen Crash gegeben. Man solle eben immer einen aktuellen Dump erstellen (O-Ton Stratotechniker).
Der Umzug auf einen Schlundserver ist schon für Anfang März organisiert.
Gruß,
Herr E. (ein Ausnahmepost).
ps.
Ich glaube es war »serotonic« die Frau bella auf ihr Feed ansprach. Das geht jetzt. Der Fehler war ein simples -Zeichen im Header. Have fun!
Nachtrag 19:54 Uhr: Ich konnte die Daten manuell per Fakedump einspielen. Jetzt sollte alles wieder da sein. Have fun Bella, Eb.
Hier läuft gerade eine Weichteilenachrüstung.
Bitte um Verständnis, sollte etwas nicht sofort funktionieren oder irgendwelche Verschiebungen entstehen.
Gruß,
Ebola (seines Zeichen Buhmann etc.)
nur ein reinigungstermin, rief ich lächend noch einem arbeitskollegen zu als er mir beileid wünschte zum anstehenden zahnarzt-termin. gereinigt sind die beisserchen auch geworden, nur leider gibt es da noch eine schwellung, welcher nach röntgung nun nachgegangen werden sollte. entweder muß ich dann die dritte wsr über mich ergehen lassen oder der liebe onkel doktor verpaßt mir 2006 noch ne brücke. das entscheidet der kieferchirurg wenn ich dort dann demnächst mit röntgenbilder und liebesbrief vom zahnarzt auftauche. suuuuper. nur nen reinigungstermin, tz. ich sag doch, unverhofft kommt oft.
ich hatte schon befürchtet, daß alle nummern nach der reparatur gelöscht sein werden. dummerweise habe ich nicht daran gedacht, als ich das gute stück zur reparatur brachte. nun ja, endlich hab ich mein handy zurück und kann jetzt von vorne anfangen. nummern sammeln, hegen und pflegen, bis zum nächsten breakdown. schade nur, daß auch alle bilder und sämtliche klingeltöne futsch sind. egal, das leben geht weiter, es gibt schließlich schlimmeres.
mittlerweile hat er sein versprechen eingelöst und mir ein rotes pünktchen in korea beschert. die dienstreise genutzt um mir dieses vergnügen zu bereiten. auf diesem weg danke und herzliche grüße lieber M. bis bald. aber bitte bitte kein kimchi mitbringen… *würg*
so freunde, ich bin wieder da. das weekend war sehr anstrengend aber auch superschön. freitag nachmittag ganz unverhofft die einladung dazu bekommen und um 21 uhr bereits bei den gastgebern vor der türe gestanden. begrüßt wurde ich mit pasta und einem gläschen wein. die gute stimmung nahmen wir anschließend mit und trafen uns mit N. bei O. zuhause, mitten in der city von stuttgart. O. kenn ich noch von früher, hab ihn und seinen freund vor jahren im stomp kennengelernt, stuttgarts übelsten afterhour-club. freitag allerdings habe ich ihn im rahmen einiger interessanter gespräche besser kennengelernt. daß er in einer schwulen beziehung lebt wußte ich ja schon, aber das er einen unglaublichen trockenen humor hat, hab ich jetzt erst erfahren dürfen. sein freund ist gerade in hamburg und somit war es einfach für uns, ihn aus dem haus zu locken. gegen 3 uhr morgens machten wir uns also doch noch auf, ein wenig die hüften zu schwingen, beendeten das nette sit-in und machten uns auf ins colibri, ein ehemaliges kino das heute als houseclub betrieben wird. wir haben bei sauna-temperaturen ein wenig gezappelt und um halb sieben machten wir uns auf den rückweg. kaum bei O. zurück, nahmen wir die gespräche wieder auf und plapperten bis in die mittagsstunden. fatal war natürlich auch die tatsache daß der gute O. einen fotoplay im wohnzimmer stehen hat, an dem sich A. mit meiner unterstützung bis in die ersten ränge des highscores zocken wollte. trivial pursuit sollte es sein, für die nächsten stunden. irgendwann stieß ein weiterer herr in die runde und glänzte mit seiner umwerfend tuntigen art. köstlich amüsiert hab ich mich über diesen menschen. nach ein paar stunden smalltalk mit ihm, hatte ich das gefühl eine neue freundin gefunden zu haben. schwäbisch- charmant-schwul. irgendwann verließen die gastgeber und ich die stuttgart-connection und verabschiedeten uns und in richtung stadtbahn. das angebot noch eine nacht dranzuhängen nahm ich dankend an. heute morgen nach gemeinsamen frühstück hieß es dann auto holen. ich hasse es in stuttgart zu fahren. der verkehr bringt mich um, mental. trotzdem mußte es sein. vor dem start bietete mir die gastgeberin noch an, auf dem rückweg mit spaghetti und salat dann richtung heimat entlassen zu werden. auch dieses angebot war zu verlockend um abgelehnt zu werden. danach mußte ich aber los, um den beiden an diesem wochenenden noch ein wenig zweisamkeit zu lassen. danke für alles ihr lieben. jetzt heißt es füße hoch, film rein und das schnurrende, kuschelnde finchen für die einsamen stunden mit kraulen entschädigen.
heute abend eine super liebe email bekommen. sehr gewundert und gefreut. freundschaftliches angebot von einer halbfremden und doch ungewöhnlich vertrauten erhalten. schön. danach meinen gezügelten appetit mit gemüse und brötchen gestillt und bestehende freundschaften gepflegt, telefonisch. babyj klang müde und besorgt. meine kranke P. hörte sich super an, ihr geht es besser seit der op. erleichterung in der magengegend. dann pläne für den anstehenden geburtstag geschmiedet. ich dachte an schick essen und danach verdauen gehen. also gleich tisch für 10 in heidenheims bester italienischer trattoria reserviert. und zu guter letzt eben noch unerwartet mit freundin M. telefoniert. wie immer herzerfrischend mit ihrem stuttgarter vorstadtdialekt. dieser abend stand wohl ganz im zeichen der freundschaft. unverhofft kommt ja bekanntlich oft.
gestern war es dann soweit, auf nach abtsgmünd zur tupperparty. die gastgeberin hat herzlich empfangen, ihre neue wohnung vorgeführt und für lecker kuchen und tee gesorgt. die gäste waren sehr nett und alle schon da, als ich eingetrudelt bin. und dann gings dann auch gleich los. die beraterin, ein sehr nette person, überzeugte durch lebensnahe erklärungen und gewann mit der schilderung alltäglicher erfahrungen. mit der absicht hingegangen mir das mal anzuschauen und möglichst nichts zu kaufen, hab ich die vorführung sehr skepzisch beäugt und war dann am ende doch von dem einen oder anderen artikel begeistert, oder zumindest überrascht. und wie mir ja schon prophezeit wurde, hab ich auch was gekauft, denn die angebote waren zu verlockend.
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“in einer harten welt geht auch irgendwann die naivität verloren…”
o-ton kollege K.
wirre träume ließen den morgen erahnen. nicht mal im schlaf fand ich meine ruhe. düster und kalt meine umgebung. und so fing mein tag auch an. aber kaum aus der türe ins freie getreten, erwartete mich ein herrliches bild. die luft glasklar und klirrend kalt, der himmel in einem blau so schön wie tiefen des ozeans. bäume weiß mit zuckerwatte überdeckt räkelten sich anmutig in dem majestätischem blau. in der ferne ein leichtes schüchternes aber fürstliches rot, daß den tag ankündigte und mit dem königlichem mond um den thron kämpfte. das hat mich beflügelt. im büro dann in die arbeit gestürzt und keinen gedanken mehr an schlechte träume und einsamkeit verschwendet. gelacht, herzhaft über die kollegin und ihrem unwiderstehlichen humor. eben bei verliebt in berlin geweint. ich lebe und so schnell kriegt mich nichts klein. frau muß sich nur daran erinnern.
nachrichten - thema vogelgrippe:
ich für meinen teil bin sehr skeptisch, ob eine weitere ausbreitung nach westen aus der türkei abgefangen werden kann. die mobilität der menschen und auch das erreichen der aufklärung bis in die entlegendsten dörfer der türkei sprechen dagegen. zugvögel sind hier das kleinste problem. es werden immer noch unzählige lebensmittel an den flughäfen beschlagnahmt. hallo? wann wacht der mensch auf? das ist kein spaß. und wenn der virus mutiert und von mensch zu mensch übertragbar wird, dann gnade uns gott.
zapping - deutschland sucht den superstar:
stephan tut mir leid. so ein zierlicher, süßer kleiner junge in einer so undankbaren rolle. sein gesang ist meines erachtens… nicht ausreichend. trotzdem ist er so weit gekommen und wird aus sympathie weitergewählt. andere, die deutlich besser singen konnten mußten gehen. gleichzeitig wird er von der jury zerrissen und vom publikum ausgebuht. was hat das für auswirkungen auf seine psyche? wer ist schon stark genug sowas zu ertragen, wenn der ehrgeiz und falsche antriebe können vorgaukeln? ein zweiter kübelböck wird da gerade gezüchtet.
zeitung - mark spoon tot:
ich mochte ihn nie. er war mir immer unsympathisch. als dj unbrauchbar, auf den ersten blick super arrogant und hochnäsig. seine produktionen hingegen waren meist ein erfolg. jam & spoon, dr. alban und storm, fallen mir da jetzt ein. erinnere mich an einige interviews zu seinen glanzzeiten, drauf und scheiße. gestorben mit 39. viel zu früh zum sterben. schade um das menschenleben.
zeitschrift - das geheimnis dauerhaft glücklicher beziehungen:
so ein mist. ich weiß schon warum ich keine frauenzeitschriften kaufe und die lektüre dieser nur beim arzt als wartezeit-verkürzer fungiert. alles wird analysiert und pauschalisiert. aber ist es nicht so, daß wir menschen verschiedener herkunft, verschiedener lebensgeschichten und erziehung sind, daß wir aufeinander treffen und wie beim tangotanzen austesten ob der rythmus, der gemeinsame ist. und bei jeder richtungsänderung wir uns entweder auf die füße treten oder die drehung gemeinsam meistern?
nun ist der anfängerkurs türkisch abgeschlossen. gestern abend letzter kurstag. natürlich besteht von den teilnehmern, auch von mir der wunsch an diesem regulären ende anzuknüpfen. sofern ein kurs zustande kommt wird es anfang februar weitergehen. stehen so weit noch am anfang, das kann einfach nicht das ende sein. das wäre verschwendete zeit gewesen.
gestern abend also nach kursende nach hause und gleich unter die dusche. die mädels standen schon in den startlöchern. es wurde erwartet, daß N. und ich drei junge mädchen in deren stammdisco begleiten. machen wir doch gerne…. gesagt getan, auf nach herbrechtingen ins schillers. erste hürde, parkplatz finden. zweite hürde, garderobe voll. so kam es daß ich nochmal zurück ins auto mußte und in der kälte ohne jacke zurück.
endlich eingetroffen und begrüßt traf es mich wie der blitz. wo in gottes namen bin ich denn gelandet? ein bis unter die decke gefüllter laden mit kinder! alterdurchschnitt 18 würde ich sagen. ausländeranteil aber deutlich niedriger als im mad, der konkurrenzdisco für diese altersklasse. kinder, optisch manchmal nicht so deutlich auszumachen wegen aufgelegter kriegsbemahlung und chica-outfit, aber verhalten ist unkaschierbar. dementsprechend groß war das amüsierte gesicht von N. und mir. wir haben uns einen spaß daraus gemacht und uns immer wieder fragend angeschaut. die frage des abends “waren wir auch so?”. ich denke schon. so oder so ähnlich. allerdings war unser musikgeschmack wesentlich besser. die auswahl der musik war mittelprächtig bescheiden. ein bunter mix aus allen stilrichtungen, zusammengewürfelt planlos und wild. meist neue unbrauchbare remixe die dem originalsong niemals gerecht werden. nie zuvor habe ich so einen schlechten TuPac-Remix gehört! und ein relikt aus ferner zeit, daß ich total vergessen hatte: ein mit dem publikum sprechender dj. ich dachte diese exemplare sind ausgestorben oder trachten um ihre existenz in tanzlokalen für wir um die fünfzig?!
nun ja, ihr fragt euch, warum tut sie sich dann das an? das ist einfach. es galt eine der mädels moralisch zu unterstützen. A. leidet an gebrochenem herzen, zumindest im moment. wir waren ihre moralische unterstützung und vielleicht auch security für den herzensbrecher. denn in der vergangenheit mußte sich das italienische temperament luft machen. wir waren die gute stimmung gestern abend, der rückhalt, la famiglia. das ist uns hervorragend gelungen. keine übergriffe, keine tränen, keine vendetta. wir haben unseren job gut gemacht. wir sind kummerdrachen-bändiger.
heute morgen schon wurde ich je auf den boden der tatsachen zurückgeholt. zu impulsiv und zu draufgängerisch bin ich in vielerlei hinsicht. charakterzug, würde ich sagen. aber egal, eigentlich liebe ich achterbahnen. nur nicht kopf und im herz. dieses gefühl hat nur platz im bauch. abwarten ist jetzt angesagt. abstellgleis nr. 9.
arbeitsaufkommen heute: heftig. bei mir gings zu wie im reisebüro. mailand, tokio, berlin, dresden, bordeaux. und alles kurzfristig. der arbeitstag hatte als mal wieder 11 stunden. der war mir aber willkommen, denn er bedeutete ablenkung.
das gefühl heute: beschwingt. das weichen des grippeanflugs hat auch so einige andere negative vibes mitgenommen und ein beschwingtes gefühl hinterlassen. mein neues jahr hat heute erst begonnen. wir schaffen das.
heute gehorcht mir mein körper wieder. das kratzen im hals ist gebändigt und das schwindelige kränkelnde gefühl ist so gut wie weg. nur die einsamkeit ist unverändert. prompt bekam ich heute eine nette einladung zu einem tupperabend am nächsten dienstag. noch nie in meinem leben war ich auf einem tupperabend. die halbe frauenwelt redet darüber, die halbe männerwelt lästert darüber. also dachte ich mir da sagste mal zu, machst dir mal ein eigenes bild. bin schon ganz gespannt. seid ihr da draußen mal auf einer tupperparty gewesen? wollt ihr mich vorwarnen?
das war zäh heute morgen. nach 2 wochen lotterleben das erste mal wieder um 05:30 uhr aufstehen. ferngesteuert kam ich mir vor, keine ahnung wer den tee aufgesetzt hat und die katze gefüttert hat… ich kann mich jedenfalls nicht erinnern. schlecht geträumt, von tod und verderben. naja, wie erwartet ging der stress im büro gleich um halb acht los. dazwischen neujahrswünsche von jedem kollegen der vorbeikam. um 09:30 uhr mußte ich dann mal kurz in die apotheke und umckaloabo besorgen. damit hab ich den ganzen tag und den halben abend durchgehalten. dazwischen immer wieder gesundheitswünsche, glückwünsche und noch mehr gute wünsche zum neuen jahr. natürlich habe ich das wichtigste ereignis am heutigen tage nicht vergessen, freundin M.’s geburtstag. brav zum 3… 29.sten gratuliert und geburtstagspäckchen auf die reise geschickt. auf diesem wege, nochmal alles liebe von mir. mittagspause verkürzt und non stopp weiter bis 19 Uhr. was für ein arbeitsbeginn. ich hab es aber immerhin geschafft meine feierabend-zigarette zu genießen und dazu vib genießen. immerhin. willkommene berieselung, runterfahren vom alltag. jetzt noch schnell einen salat zaubern und couch besetzen. gute nacht ihr lieben. zu kreativen oder gar amüsanten ergüssen bin ich heute leider nicht in der lage.
gepusht von meditonsin und von grippostad c habe ich mich heute doch noch aufgerafft und meine pflichten als freundin gemacht. krankenhausbesuch. ich weiß nicht, aber krankenhäuser sind mir unheimlich, irgendwie. die vorstufe zum krematorium, irgendwie. naja, also freundin P. besucht, mit ihr ein paar stunden verbracht und so den zeitraum in dem sie sich zu tode langweilt etwas verkürzt. während wir uns unterhielten, kamen ein paar stationsnachbarinnen vorbei und fragten P. ob sie auch ein eis wolle, sie würden ihr eins mitbringen. natürlich sind wir vier frauen gleich in ein gespräch verfallen und so berichteten sie mir daß die jüngste in dieser runde an pfeifferschem drüsenfieber leidet und dies durch tröpfchen-infektion ansteckend sei. da bin ich erstmal zusammengezuckt und aus unwissenheit gleich ein schritt zurück gewichen. wieso legt man sie dann mit einer frau in ein zimmer die eine schwere lungenentzündung hat? und wieso darf sie dann rumlaufen und andere kranke besuchen, und das komplett ohne mundschutz? das waren die fragen die mich beschäftigten. natürlich habe ich mich gleich nach dem häuslichen eintreffen hingesetzt, internet sei dank nachgelesen und weiß jetzt warum. nahezu alle erwachsene haben antikörper dagegen und die zweitansteckung ist sehr gering. es tut mir sehr leid, daß ich ihr das gefühl gegeben habe, angst vor einer ansteckung zu haben. ich frage mich nur, ob es genau diese reaktion ist, die z. b. aidskranken das gefühl gibt aussetzige zu sein. ich schäme mich für meine unwissenheit und dem gefühl daß ich höchstwahrscheinlich bei ihr hinterlassen habe.
mein hals kratzt, das schlucken fällt schwer. nun hab ich mich doch angesteckt. da hat die desinfizierende wirkung des sambal oelek gestern abend nicht ausgereicht, um die anschleichende grippeerscheinungen abzuwenden. zum glück hab ich einen schatz, der mir jetzt schnell was hilfreiches aus der apotheke holt. versuche erstmal damit das krankwerden abzufangen.
eigentlich hatte ich mir nach dem samstäglichen lebensmitteleinkauf und dem anschließendem solarium- besuch vorgenommen meine liebste in sich zusammen- staubende bude zu putzen…. aber ich hab sowas von keine lust. eben lief alicia keys im radio. ihr habe ich jetzt die traurige stimmung zu verdanken. fühl mich allein. selbst der anruf von N. konnte mich nicht nochmal aus dem haus locken. das kleine schnurrende etwas neben mir scheint “ach, laß doch” zu flüstern. was ein trostloser tag. das grau drückt aufs gemüt, die einsamkeit drückt aufs herz. ich leg jetzt erstmal eine cd ein, schlürf eine kanne tee, zünd mir ne zigarette an und suhl mich noch ein wenig in meiner melancholischen stimmung. mal sehen was der abend bringt.
taktgefühl ist wahrlich nicht jedermanns sache. das ist auch keine sache von bildung, man hat es oder man hat es nicht.
schoko-bella
seit 2 wochen schlafe ich jeden tag aus. seit 2 wochen beginnt der tag erst um 10. ich glaube es wird zeit, daß ich wieder arbeiten gehen muss. dann wird mir das lachen wahrscheinlich gleich nach 2 stunden vergehen.
hey, aber keiner kann sagen ich hätte nur gefaulenzt. nein! weit gefehlt: marathon-essen über die feiertage, x-mas-cocktails an heilig abend geschlürft, extremshopping mit t., neue mini-”blau-macht-glücklich”-soundanlage aufgebaut, never-ending- silvesterparty gefeiert, friseurbesuch deluxe gemacht und aromamassage vom feinsten genossen. wenn das nicht anstrengend ist, dann weiß ich auch nicht….
ok, habe jetzt lange genug mit mir gerungen ob ich ein paar der beweisfotos online stelle. ich mach es jetzt doch, übernehme aber keine verantwortung, ob sie gefallen oder sonstige gefühle hervorrufen.
betrachten auf eigene gefahr!
interessant fand ich bei erstmaligem betrachten, daß der steigende pegel von bild zu bild tatsächlich sichtbar ist…
ich bin glücklich. ja klar, bin ich wirklich. ich merks nur manchmal nicht. wie ich jetzt drauf komme? ganz einfach, ich hatte eben ein 1,5-stunden-gespräch mit liebster freundin vom bodensee. mal abgesehen daß wir uns oft nicht sehen und mittlerweile auch genauso selten telefonieren, ist sie meine seelenverwandte. es gab zeiten da haben wir uns gegenseitig angerufen und gewundert warum es gerade bei der anderen belegt ist. die zeiten ändern sich zwar aber die seelenverwandschaft bleibt. über was wir 1,5 stunden geredet haben? über unsere mütter und deren wehwehchen, über gesundheit, tierschutz und ernährung. sie gab mir als ernährungsberaterin mal wieder unbezahlbare tips und anregungen für den alltag. wir haben gelacht und im zuge dieses gesprächs habe ich für mich festgestellt, daß es mir gut geht. körperlich in ordnung, ok sportfaul, gesundheitlich auf der höhe, ernährungstechnisch auf dem richtigen weg und beziehungsmäßig äußerst zufrieden. so zufrieden wie ein wassermann nur sein kann. ja, ich bin glücklich. danke C. daß du mich daran erinnert hast.
es ist als wäre das nicht mehr mein körper, er reagiert nicht mehr so wie er soll. mein magen zickt, mein kreislauf spinnt, der schädel dröhnt. fühl mich wie auf hoher see. ich glaube ich habs etwas übertrieben an silvester. ich weiß es nicht genau, hab leider nur noch eine etwas verzerrte erinnerung daran. wie ich mich kenne hab ich nichts angestellt, ich werd eher ruhig und zurückhaltend bei steigendem pegel, aber genau weiß ich das leider nicht. die bilder zur party sind auch noch nicht online, sonst könnten wir daraus schlüsse ziehen. zumindest habe ich es überlebt. wie auch immer, ich hoffe ihr habt alle toll gefeiert und seid alle wieder fit.